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Ortsgemeinderat Maßweiler
Neuer Kreisel an der Waldstraße

Massweiler. In Maßweiler sind ein Ruheplatz auf dem Friedhof und ein barrierefreier Zugang zum Bürgerhaus geplant. Von Lothar Feldner

Von einer langen Tagesordnung und durchweg einstimmigen Beschlüssen war die erste Gemeinderatssitzung gekennzeichnet. Im Gegensatz zu vielen früheren Zusammenkünften, die von Widerstand von Seiten der SPD-Fraktion geprägt waren, verlief die Auftaktsitzung 2020 aber problemlos und zügig.

Einstimmig war auch der Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Waldstraße, bei dem Ingenieurleistungen für Planung und Bauleitung vergeben wurden. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der L 476, Ortsbürgermeister Herbert Semmet rechnet mit einem Baubeginn im April oder Mai, wird auch an der Einmündung der Waldstraße ein Kreisel gebaut. Damit verändert sich der Übergang der aus Richtung Thaleischweiler kommenden Pirmasenser Straße in die Friedhofstraße. Es bleibt ein Reststück von 50 Metern bis zur Schulstraße.

Semmet plädierte dafür, den Ausbau in der Prioritätenliste vorzuziehen, zumal die Werke eine Verlegung des Kanals, der bislang über Privatgrundstücke verläuft, in den Straßenbereich vorsehen. Geplant sind auch Arbeiten an der Wasserleitung. Nachdem die Verbandsgemeinde das Ingenieurbüro Dilger aus Dahn mit der Planung beauftragte, schlug er vor, auch für die Planung des Straßenausbaus dieses Büro zu betrauen. Sobald die Planungsunterlagen vorliegen, soll die Verwaltung einen Zuschussantrag an den Investitionsstock des Landes stellen.



Eine weitere Beschlussfassung befasste sich ebenfalls mit der Waldstraße. Nachdem etwa zwei Drittel einer Straßenseite als Wiesengelände noch Außenbereichsfläche darstellen, schlug Semmet vor, durch eine Ergänzungssatzung die Voraussetzung für zwei Bauplätze zu schaffen. Semmet sieht Möglichkeiten, das komplette Wiesengelände an der Pirmasenser Straße zu erschließen. Damit käme man auf etwa zehn Bauplätze zu jeweils rund 600 Quadratmetern Fläche. Das müsse aber erst noch mit der Bauverwaltung abgeklärt werden.

Noch ein drittes Mal kam das Thema Waldstraße auf den Ratstisch. Für die Ausbauplanung waren bereits im letzten Jahr 10 000 Euro im Haushalt eingesetzt worden. Diese werden nun in den Haushalt 2020 übertragen. Dasselbe soll mit dem Neubau eines Ruheplatzes auf dem Friedhof geschehen, für den im letzten Jahr 56 000 Euro eingesetzt waren. Übertragen werden auch die 175 000 Euro, die 2019 für funktionsverbessernde Maßnahmen sowie den barrierefreien Zugang zum Bürgerhaus vorgehalten wurden.

Zwei der drei anwesenden SPD-Ratsmitglieder enthielten sich, während das dritte zustimmte, als es um Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus ging. Hintergrund des Abstimmungsverhaltens von SPD-Fraktionssprecher Christoph Schwarz und Fraktionskollegin Else Semmet, beide noch aus dem alten Gemeinderat, dürfte wie schon im Oktober letzten Jahres bei der Vergabe von Elektroarbeiten der von Anfang an demonstrierte Widerstand der alten SPD-Fraktion gegen das neue Dorfgemeinschaftshaus der Gemeinde sein.

Vom Leiter des Forstamtes Westrich, Theodor Ringeisen, wurde das neue Forsteinrichtungswerk für die nächsten zehn Jahre vorgestellt. Es geht dabei um eine Betriebsfläche von fast 134 Hektar, davon 121 Hektar Holzboden. Der Holzzuwachs pro Hektar wird auf 7,9 Festmeter veranschlagt, etwas weniger als bislang. Die am häufigsten vorkommende Baumart ist die Buche, gefolgt von Fichte und Eiche.

Ringeisen blickte auch auf das vergangene Forsteinrichtungswerk und stellte dabei fest, dass der jährliche Hiebsatz von 851 Festmetern mit tatsächlichen 215 Festmetern nur zu 25 Prozent abgeschöpft wurde. In den letzten beiden Jahren mit extrem trockenem Sommer habe der Borkenkäferbefall eine zunehmende Rolle eingenommen. Für die Zukunft sollten klimatolerantere Baumarten bevorzugt werden. Zudem gab der Semmet bekannt, dass die L 476 Richtung Thaleischweiler vom 15. bis 29. Februar wegen Rodungsarbeiten komplett gesperrt werde.