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Ortsgemeinderat
Neue Sitzgruppe für den Spielplatz

 Auf die Standfestigkeit der Geräte muss ein Ortsbürgermeister einer so kleinen Gemeinde selbst achten. Christian Bühler schaut hier nach dem Kletterturm, neuer Fallschutz soll demnächst unter die Spielgeräte kommen.
Auf die Standfestigkeit der Geräte muss ein Ortsbürgermeister einer so kleinen Gemeinde selbst achten. Christian Bühler schaut hier nach dem Kletterturm, neuer Fallschutz soll demnächst unter die Spielgeräte kommen. FOTO: Norbert Schwarz
Biedershausen. Biedershausen finanziert die Anschaffung mit Sitzungsgeldern und einer Spende der Kindergruppe. Von Norbert Schwarz

Die Biedershauser Ratsmitglieder sind ausnahmslos dafür, dass die angesammelten Sitzungsgelder wie in der Vergangenheit für Vorhaben der Gemeinde gespendet werden. In diesem Jahr für eine Sitzgruppe, mit welcher der schon vorhandene Kinderspielplatz weiter an Attraktivität gewinnen soll. Noch in diesem Frühjahr soll die Aktion über die Bühne gehen und wie ernst es Ortsbürgermeister Bühler damit war, bekamen alle Ratsmitglieder schon beim Aufruf des Beratungspunktes zu spüren: „Niemand verlässt das Haus, bevor wir uns nicht auf eine Sitzgruppe einigen konnten.“

Mit dieser durchaus ernst zu nehmenden „Drohung“ im Hinterkopf wälzte das Gremium Sachbücher, diskutierte Ausstattungsmerkmale, prüfte die Vorauswahl von Christian Bühler. Die Kostenfrage stellte sich immer wieder, rund 1200 Euro standen als Limit im Raum. In dieser Gesamtsumme sind 786 Euro als „Sitzungsgelder“ und eine Spende der „Kindergruppe“ in Höhe von 430 Euro zusammengeführt.

Weil die Einrichtung einmal Sachgut der Ortsgemeinde wird, müssen die haushaltsrechtlichen Formalitäten eingehalten werden. Die förmliche Zustimmung zur Annahme von Spenden wird auch in diesem Fall nicht ausgeschlossen. „Das läuft alles seinen normalen Weg, Bestellung durch die Verwaltung, Finanzierung durch Spenden, Annahmebeschluss über die Spenden, das ist uns ja allen schon hinreichend bekannt“, erläuterte Christian Bühler bei der Beschreibung des Verwaltungsweges zur Beschaffungsaktion. Schneller als gedacht kamen die Mitglieder des Gremiums doch auf einen gemeinsamen Nenner. Ein Spezialunternehmen aus Kassel soll die Ausstattung liefern, das Aufstellen vor Ort werden die Ratsmitglieder in Eigenleistung selbst besorgen. Die Sitzflächen und Rückenlehnen sind wie die Tischplatte aus Holz, die Elemente feuerverzinkt und deshalb auch in Zukunft weiter nicht unterhaltungsbedürftig. Alle, die bei Wetterbesserung den Spielplatz nutzen, werden sich in einigen Wochen über das Herausputzen der Anlage freuen. Selbst einbauen wollen die Ratsmitglieder demnächst auch spezielle Holzhackschnitzel, welche Ortsbürgermeister Bühler in einer selbst gestarteten Aktion vom Hersteller in der Eifel mit einem größeren Anhänger nach Biedershausen karrte. „Wir haben jetzt soviel „Fallschutzmaterial“ auf Lager, dass wir damit nicht allein die vom Tüv beanstandeten Stellen (Reck) sichern können, sondern noch andere darüber hinaus“, stellte der Ortsbürgermeister fest und warb schon jetzt für Helfer bei den kommenden Arbeitseinsätzen.



Im Verhältnis zu Nachbarortschaften verfügt Biedershausen nur über eine geringe Waldfläche beim Gemeindewald. Gerade mal 31,2 Hektar ist diese groß, wie Revierförster Hermann Gries beim Vorstellen des neuen Forstwirtschaftsplanes für das laufende Jahr erläuterte. 170 Festmeter sollen insgesamt eingeschlagen werden, rund 150 Festmeter gehen in den Verkauf.  Neben 90 Festmetern Fichtenholz werden 50 Festmeter Buchen und 30 Festmeter Eichenholz eingeschlagen. Beim Gegenüberstellen von Aufwand und Ertrag bleibt ein Plus von derzeit 805 Euro. Dem Forstwirtschaftplan wurde einstimmig zugestimmt.

Das Ergebnis der überörtlichen Prüfung des Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamtes der Kreisverwaltung Südwestpfalz teilte der Ortsbürgermeister mit. Die Anmerkungen sind nicht von gravierender Bedeutung. Die Hundesteuer müsse wohl angehoben werden, bei den Friedhofsgebühren sehe das Prüfungsamt eine Korrektur nach oben und nachgeholten werden muss eine Vereinbarung mit der Ortsgemeinde Winterbach darüber, wenn Biedershauser Kinder die Kindergarteneinrichtung in der Nachbarortschaft aufsuchen.