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Neujahrsempfang
Neue Potenziale ausloten und nutzen

 Neujahrsempfang Thaleischweiler-Wallhalben
Neujahrsempfang Thaleischweiler-Wallhalben FOTO: Antje Feldner
Thaleischweiler-Wallhalben. Verbandsbürgermeister Thomas Peifer will Tourismus und Gewerbeansiedlungen noch stärker fördern. Von Antje Feldner

(ane) Der Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben bescherte der kleinen Gemeinde Hettenhausen in den Mauern des Dorfgemeinschaftshauses einen „Großen Bahnhof“. Mit zu der von Bürgermeister Thomas Peifer begrüßten Gästerunde gehörten Ortsbürgermeister aus den 20 Gemeinden des Verbandsgemeindebereiches und politische wie kirchliche Vertreter.

Peifer streifte in seiner Neujahrsrede das Jahr 2019 und hielt Ausblick auf das, was im neuen Jahr auf die Verbandsgemeinde zukommt. Im letzten Jahr ergaben sich Veränderungen an der Spitze und innerhalb der Verbandsgemeinde. Zehn neue Ortsbürgermeister traten nach der Kommunalwahl ihr Ehrenamt an. Die neuen Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Heino Schuck und Markus Bold, erhielten Geschäftsbereiche. Schuck ist neben der Vertretung des Bürgermeisters zuständig für Brand- und Katastrophenschutz. Bold wiederum ist der Fachbereich natürliche Lebensgrundlagen und Bauen zugeordnet.

Zum eingeschlagenen Weg gehört auch der seit 2018 beschlossene und vorangebrachte Neubau des Rathauses am Verwaltungssitz in Thaleischweiler-Fröschen. Zu diesem Vorhaben liegt der Verwaltung ein Bürgerbegehren vor, dessen Zulässigkeit momentan überprüft wird und worüber anschließend der Verbandsgemeinderat schnellstens zu entscheiden hat.



Mit der Digitalisierung der sechs Grundschulen will die Verbandsgemeinde als Schulträger 2020 loslegen. Derzeit läuft eine erste Modellmaßnahme. Der Einstieg in die digitale Grundschulwelt an der Ganztags-Grundschule Rieschweiler-Mühlbach wird gemeinsam mit der Schule, der Verwaltung und deren IT-Mitarbeitern vorbereitet. Vielleicht könne dies auch ein Einstieg in die Digitalisierung weiterer Verwaltungsabläufe sein, so Peifer. Was aber nicht bedeute, alte Formulare einzuscannen und dann am Computer zu bearbeiten, sondern neue Arbeitswege, neue Workflows zu entwickeln, die veränderte Bedarfe auch darstellen und letztendlich das Verwaltungshandeln auch vereinfachen, fügt der Bürgermeister an.

In baulicher Hinsicht sprach er die grundlegend sanierte und offiziell eingeweihte Grundschule Thaleischweiler-Fröschen wie auch die mit Fördermitteln geplante Dach- und Fassadensanierung der Grundschule Rieschweiler-Mühlbach an. Aus dem gleichen Fördertopf erfolgt der Austausch der Elektroheizung und der Fenster an der Grundschule Maßweiler. Zudem wird sich mit einer Nahwärmeversorgung für Grundschule, Feuerwehr und Kindergarten beschäftigt.

Zur Sprache kamen Investitionen im Bereich Wasserzweckverband Sickingerhöhe wie auch im Kanal- und Wasserwerk der Verbandsgemeinde. Durch die transparente Informationspolitik sieht Peifer eine breite Basis geschaffen, im Wasserzweckverband wie auch im Werkausschuss, die übergeordneten Behörden zu überzeugen und entsprechende Fördermittel zu beantragen.

Auf der neuen Verbandsgemeinde-Ebene wären erbrachte Leistungen durch ein gemeinsam erarbeitetes Vertrauen geprägt, unterstrich Peifer. Hierzu zählen ebenso auf den Weg gebrachte touristische Vorhaben, für die Geld in die Hand zu nehmen war und eine Rendite vielleicht erst im Laufe der Jahre zu erkennen ist.

Zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben rief der Bürgermeister auf, mit ihm die Segel zu setzen, um die neue Verbandsgemeinde auf Augenhöhe weiterentwickeln zu können. Nur eine bürgernahe Politik könne Bedingungen schaffen, die die Lebensqualität entscheidend prägen. „Lassen sie uns weiter des Gute zusammenführen und anderes verbessern, um auch weiterhin Erfolg zu haben“, sagte Peifer.