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Neujahrsempfang Maßweiler
Neue Bauplätze haben Vorrang

Herbert Semmet (links), Ortsbürgermeister von Maßweiler, und sein Beigeordneter Arnold Kölsch (rechts), verabschiedeten die Inhaber des Blumenladens, Roswitha und Heini Semmet (Bildmitte), in den Ruhestand.
Herbert Semmet (links), Ortsbürgermeister von Maßweiler, und sein Beigeordneter Arnold Kölsch (rechts), verabschiedeten die Inhaber des Blumenladens, Roswitha und Heini Semmet (Bildmitte), in den Ruhestand. FOTO: Antje Feldner
MAßweiler. Die Ortsgemeinde Maßweiler will so junge Familien im Dorf halten. Von Antje Feldner

Zum Neujahrsempfang hatte Maßweiler ins Sportheim eingeladen. Die Westpfälzer Bläsergruppe und die Felsensänger umrahmten die Veranstaltung musikalisch.Ortsbürgermeister Herbert Semmet verwies in seiner Ansprache auf die im vergangenen Jahr eröffnete Pflegeeinrichtung und die regelmäßigen Betreuungstage. Sehr positiv wertete er die Praxisübernahme durch Dr. Vester. Ein „heikles Thema“ nannte Semmet den für diesen Straßenausbau beschlossenen Gemeindeanteil, der zu unterschiedlichen Auffassungen mit der Verwaltung führte, für die sich aber zwischenzeitlich eine Lösung abzeichnet.

Die Erschließung von Bauplätzen nannte Semmet ein nächstes großes Projekt. Baulücken im Dorf sollen dabei geschlossen werden. Die Verlängerung des Griesweges ist das bevorzugte Baugebiet der Gemeinde, weil dort bis zu zehn neue Bauplätze entstehen könnten. Es gebe viele Nachfragen, mit einem Bauplatzangebot könne man die Abwanderung junger Familien verhindern, meinte Semmet.

Beigeordneter Arnold Kölsch beschildert mit Helfern den Keltenpfad. So entstehen der Gemeinde keine Kosten, auch dann nicht, wenn hin und wieder der Gemeindearbeiter tätig wird. Lobend erwähnte der Ortschef die vielen, von den Vereinen ausgerichteten Veranstaltungen. Bedauern äußerte er, dass sich ein gemeinsames Dorffest nicht realisieren lässt.



2018 will die Gemeinde im Rahmen der Dorferneuerung am Bürgerhaus einen barrierefreien Zugang herstellen, wofür ein Zuschuss zugesichert ist. Umgesetzt werden für das Bürgerhaus außerdem die Brandschutzmaßnahmen. Zusätzliche Vorhaben sind die Fertigstellung des Kleinkind-Außengeländes an der Kindertagesstätte und die Renovierung des Turnhallenbodens.

Für das inzwischen 20 Jahre alte Kindergartengebäude sind Investitionen erforderlich, unter anderem für die Heizung. Für den Bereich Gemeindefriedhof hat der Gemeinderat den Auftrag zur Herstellung eines Teilstückes der Friedhofsmauer zu beschließen. Die Erneuerung der Orgel und der Sprechanlage in der Friedhofshalle sollten sich durch eine Reihe von Benefizkonzerten finanzieren lassen. Gestartet wird um die Osterzeit mit einem Kirchenkonzert. Das von Roswitha und Heini Semmet 35 Jahre geführte Blumengeschäft schloss zum Jahresende seine Pforte. Erfreulich ist für Semmet, dass sich Nachfolger mit ähnlichem Konzept fanden.

Verbandsbürgermeister Thomas Peifer sagte, dass die Kooperation von Verbandsgemeinde und Ortsgemeinde gut funktioniere. Wehrführer Stefan Zwick gab detailliert Einblick in die Arbeit der Feuerwehr mit ihren 15 Aktiven. Er erklärte, dass die Feuerwehr-Sirene „erste Wahl“ als Warnmöglichkeit immer war und dies auch bleiben müsse.

Ein besseres Jahr als 2017 hat es bisher nicht geben können, unterstrich Vorsitzender Pirmin Huber vom Turn- und Sportverein. Dabei ging er auf das Vereinsjubiläum, den „affengeilen“ sportlichen Erfolg der Mannschaft sowie den begonnenen Bau des Rasenplatzes ein. Vorsitzende Silvia Semmet vom Tennisclub zeigte sich stolz auf die tollen Leistungen bei den ausgetragenen Spielen. Einblick gab sie auch, was der Verein außerhalb des Platzes an Aktivitäten umsetzt. Für den Obst- und Gartenbauverein ist in 2018 das 25-jährige Vereinsjubiläum der Höhepunkt, ließ Vorstand Walter Giro wissen. Vom Vertreter des Vereins Tierart war zu erfahren, dass nahezu 2500 Besucher die Tierauffangstation besuchten und ein weiteres Gehege geplant ist.