| 00:18 Uhr

Neue Abstandsregeln für Windkraftanlagen

Thaleischweiler-Wallhalben. Das Land hat die Mindestabstände vergrößert, die Windräder von Wohnhäusern haben müssen. Damit geplante Projekte in der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben nicht auf der Zielgeraden noch stoppen, müssen bis spätestens 1. April die Genehmigungen erteilt werden. Antje Feldner

Der Änderung des Landesentwicklungsprogramms hat der Verbandsgemeinderat Thaleischweiler-Wallhalben zugestimmt. Diese beinhaltet hauptsächlich verschärfte Ausschlusskriterien und Auflagen für den Bau von Windenergieanlagen. In der Verbandsgemeinde sind die noch nicht genehmigten Windkraftanlagen, die einen geringeren Abstand als 1000 Meter zur Wohnbebauung hätten, betroffen. Wenn eine Höhe von 200 Metern bei den Windrädern überschritten ist, sind künftig sogar 1100 Meter Abstand vorgesehen.

Noch keine Bauanträge liegen vor für die geplante Windkraftanlage in Knopp-Labach (zirka 830 Meter). Für Wallhalben (Brendelberg, zirka 850 Meter) ist ein Windrad beantragt. Für beide Anlagen müsste bis voraussichtlich 1. April 2017 die Genehmigung ausgesprochen werden, da es ansonsten durch die Verschärfung der Regelungen für die bisher gewählten Standorte Probleme geben könnte.

Noch keine Antragsunterlagen gibt es für weitere Standorte in Krähenberg, Knopp-Labach und Nünschweiler. Es gelte abzuwarten, wie es sowohl mit dem Landesentwicklungsprogramm als auch mit den Windkraftplänen weitergeht, äußerte sich Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (CDU ).

Keine Bedenken hat der Rat gegen die Teiländerung für Windenergie im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Die Abstände von geplanten Windkraftanlagen zu Orten der VG Thaleischweiler-Wallhalben werden eingehalten.



Schulen, Wasser und Kredit

Um einen zweiten Rettungsweg in der Grundschule Weselberg einrichten zu können, vergab der Verbandsgemeinderat an die Firma Winfried Lickteig aus Donsieders die Stahlbauarbeiten für 26 000 Euro. Die Baugenehmigung liegt nun vor. Für die Unterrichtsräume im ersten Obergeschoss war ein zweiter baulicher Rettungsweg nicht vorhanden, wie ein Mitarbeiter der Brandschutzstelle der Kreisverwaltung bei einer Begehung des Schulgebäudes festgestellt hatte.

Auf Empfehlung des Werksausschusses und nach Erläuterungen durch Werkleiter Joachim Becker hat der Rat der Entgeltsatzung Wasserversorgung für Thaleischweiler-Wallhalben zugestimmt. Der einmalige Beitrag fürs erstmalige Herstellen der Versorgung ist auf 3,68 Euro pro Quadratmeter gewichteter Grundstücksfläche festgesetzt. Der einmalige Beitrag für die räumliche Erweiterung der Wasserversorgung ist auf 10,53 Euro pro Quadratmeter festgesetzt.

Zwei private 50-Euro-Spenden für die Grundschule Thaleischweiler-Fröschen wurden angenommen. Zur Finanzierung von Investitionen stimmte der Rat einer Darlehensaufnahme von 600 000 Euro bei der Volksbank Kaiserslautern zu, auf zehn Jahre Zinsfestschreibung bei 1,07 Prozent.