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Sickinger Mundartdichter-Wettstreit
Erstmals auch Nachwuchs-Poeten geehrt

 Die Preisträger des Sickinger Mundartdichter-Wettstreits 2019 auf der Bühne mit Marktgräfin Sophie und Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (links).
Die Preisträger des Sickinger Mundartdichter-Wettstreits 2019 auf der Bühne mit Marktgräfin Sophie und Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (links). FOTO: Norbert Schwarz
Herschberg/Wallhalben. Beim Mundartdichter-Wettbewerb 2019 sind eine Woche vor dem Grumbeeremarkt vor 150 Zuhörern die Sieger ausgezeichnet worden. Von Norbert Schwarz

Kommendes Wochenende wird in Wallhalben der weit über die Grenzen der Verbandsgemeinde hinaus bekannt 15. Grumbeeremarkt gefeiert. Beim von Anfang an damit verknüpften „Sickinger Mundartdichter-Wettstreits“ sicherte sich am Freitagabend Renate Demuth aus Kaiserslautern mit „Spätherbscht­himmelsbloo“ einmal mehr den ersten Platz bei der Kategorie Lyrik.

Nur Siegerbeiträge gab es bei der Wertung Prosa. Den ersten Platz teilten sich hier Regina Pfanger aus Herxheim mit „Pordaale“, der aus Maßweiler stammende und jetzt in Koblenz lebende Werner Süs mit „Auslaufmodell“ und Norbert Schneider aus Rehborn im Kuseler Land mit „Es Glockebrot unn de spanisch Stecke“.

Babbele wie em de Schnawwel gewachs is oder dichten, reimen in Mundart schreiben, das ist weiterhin beliebt. In der Herschberger Bürgerhalle zeichneten die Marktgräfin Sickinger Land Sophie Wilhelm aus Weselberg und Verbandsbürgermeister Thomas Peifer die Preisträger 2019 mit einem ansprechend Ehrungsabend aus. Im Rampenlicht standen dabei vor großer Kulisse (gut 150 Zuhörer) die Preisträger. Einen launigen Abend versprach Peifer, der in seinem Grußwort hervorhub, dass der Träger und Initiator dieses Wettbewerbs, die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben, in diesem Jahr erstmals auch etwas für die Nachwuchsförderung getan hat: Ein Nachwuchswettbewerb ist mit dem Schülerpreis ins Leben gerufen worden. Die ersten prämierten Arbeiten kamen von Linus Velten aus Kusel, der sein lyrisches Werk mit „Mei Ort“ betitelte. Der Mackenbacher Tim Stemler erntete mit „Do sieh ich nur Rot“ Punkte und Preis. Beide besuchen das Reichwald-Gymnasium in Ramstein-Miesenbach. Ihre Deutschlehrerin hatte sie animiert und zum Mitmachen ermuntert. Diese ersten Erfolge werden sicher dafür sorgen, dass die jetzigen Auszeichnungen keine „Eintagsfliegen“ bleiben. Das von Tim Stemler verfasste Gedicht las sein Freund Fin Walter vor.



Langeweile kam beim Ehrungsabend keine auf. Ein Verdienst der Preisträger, aber auch des singenden Duos und zum Schluss als Trio auftretenden Hoffmann-Hammer-Singers aus Neupotz. Mit Gitarre und Mundartgesang erfreuten sie die große Zuhörerschar. Und noch jemand ist dafür mitverantwortlich gewesen, dass beste Saallaune aufkam: Moderatorin Denise Adrian aus Wallhalben, nunmehr in Otterbach (Landkreis Kaiserslautern) daheim. Die Lehrerin wirbelte nicht allein über die Bühne, sie plauderte zudem als Ex-Marktgräfin aus dem Nähkästchen, ließ alle wissen, wie schön auch für sie diese beiden Amtsjahre waren – und erzählte, sich schon darauf zu freuen, kommenden Samstag wieder die Krönung der neuen Marktgräfin Jasmin Klein moderieren zu dürfen.

Der Ehrungsabend für die Mundartdichter und Preisträger war auch für die bisherige Marktgräfin Sophie Wilhelm von ganz besonderer Bedeutung. Sie zog Bilanz über zwei herrliche Jahre als Repräsentantin für die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Walhalben und den Landkreis Südwestpfalz, in denen sie viele Menschen kennenlernen und ihnen die Schönheit der Region und die Stärken ihrer Anwohner ins Bewusstsein bringen durfte. Thomas Peifer war voll des Lobes über die Art und Weise, wie Markgräfin Sophie Wilhelm ihre Aufgaben als Botschafterin des „Sickinger Landes“ und des Landkreises wahrgenommen habe. „Sie ist nicht nur sehr zuverlässig und ambitioniert gewesen, sie hat ihre Aufgaben zudem mit viel Charme und ganzer Hingabe erledigt.“ Als sichtbares Zeichen des Dankes erhielt auch Sophie Wilhelm wie ihre Vorgängerinnen zum nahenden Ende ihrer Amtszeit a eine Kartoffelblüte in Silber aus Halszierde vom Verbandsbürgermeister umgehängt.

Apropos Hoheiten, Johanna Hillbrand aus Rumbach als „Salzdrippller-Königin“ und Annika Allgeier als Rosenkönigin aus Zweibrücken verliehen dem Wettbewerbsabend mit ihrem Erscheinen gleichfalls eine besondere Note.