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Kerweredner mussten umziehen
Maßweiler hat stürmisch Kerwe gefeiert

Beim Feiern der Kerwe Maßweiler sind die TuS-Frauen federführend. Die Kerwerede hielten Nadine Kau und Kevin Klein (Hintergrund).
Beim Feiern der Kerwe Maßweiler sind die TuS-Frauen federführend. Die Kerwerede hielten Nadine Kau und Kevin Klein (Hintergrund). FOTO: Norbert Schwarz
Maßweiler. Wegen Fabienne wurde die Kerwerede vom Sportheimdach rein auf die Bühne verlegt.

Ausgelassen, humorvoll und anhaltend wurde sie wieder gefeiert, die Kerwe in Maßweiler. Die Fußballer schreiben sich Jahr für Jahr die Brauchtumspflege auf die Fahnen und daran konnte auch Sturmtief „Fabienne“ am letzten Wochenende nichts ändern. Lediglich zu einem Standortwechsel sahen sich die Kerweredner Nadine Kau und Kevin Klein gezwungen, denn der zunächst anvisierte Platz auf dem Sportheimdach war ihnen dann doch etwas zu „prickelnd“. Von der Sportheimbühne aus wurde deshalb das Wort an die Kerwegäste gerichtet. Neben den vielen Zuhörern aus der großen Sportlerfamilie war der harte Kern der Brauchtumspfleger „Dorfkerb in Masswiller“ vertreten, leicht zu erkennen an die roten T-Shirts mit dem Aufdruck „Attraktiv und dauerstramm, Maßweiler ein Leben lang“. Dazu auf der Shirtrückseite: „Maßweiler Kerb – go hard or go home“. Reminiszenzen an die Kerwetage des vergangenen Jahres waren angesagt, und für viel Gelächter sorgte bei diesem Rückblick die Geschichte mit dem Kerwespiel der Zweiten. Da nämlich seien die Burschen auf dem Sportplatz außer Rand und Band gewesen und gleich zweimal an diesem Tag habe der Krankenwagen vorfahren müssen. Zu allem Übel habe es Probleme bei der Trikotabgabe im Hirschbusch gegeben, denn dort sei der Kofferträger, ein starker Bursche, dann doch etwas aus dem Gleichgewicht gekommen. Zu viele Kerweschoppen seien dafür auf keinen Fall Ursache gewesen, die Gründe wurden auch nicht näher beleuchtet, viel wichtiger erschien dem Rednerduo dafür die Tatsache, dass „der Buu gut durchtrainiert gewesen sei“ und sich beim Treppensturz mit Trikots nichts davongetragen habe. Eine Verhaltensregel für alle Kerwebesucher gab es ergänzend, denn ausgeflossenes Bier bei der Lieblingsband „Hüttenrocker“, die letztes Jahr wie heuer spielte, sorgte damals für einen plötzlichen Ausfall der Elektronik. Damit das diesmal nicht wieder passiere, sollten die Zecher doch auf den Plätzen bei der Theke verbleiben, damit einfach diesmal bei der Kerwe länger getanzt werden kann.

Von der Krähenplage auf dem Trainingsplatz ist die Rede gewesen, die Sorge, dass diese fliegenden Tiere sich vielleicht auch über den neuen Rasenplatz hermachen könnten war groß. Doch die Vögel hätten ein anderes Plätzchen gefunden „unn de Rase inzwische wie e Debbich do leit“. Zimmergeschichten von einer Junggesellenabschiedsreise wurden in der Kerwerede öffentlich gemacht und welche Ereignisse beim Rollbratenfest in Olschbach sich zutrugen, sind seit der Kerwerede ebenso kein Geheimnis mehr.

Das kommunalpolitische Dorfgeschehen lieferte gleichfalls Stoff für die Kerwerede. Zum Schluss bekamen noch die eigenen Kicker der TuS eines drauf. Weil zur Bulgarien-Reise einer keinen gültigen Ausweis hatte, musste in Stuttgart der Flieger auf der Startbahn warten. Doch wie immer hatten die „Masswillerer Gligg – denn ohne die wär die Welt doch verrigt“.