| 21:41 Uhr

Wallhalben
Kleine bunte Inseln für das Dorfbild

Frisches Grün kam jetzt ins Dorfbild von Wallhalben. Christine Burkhardt, Steffen Landwehr, Heidrun Steinfurt und Ortsbürgermeister Berthold Martin (von links) waren die Macher.
Frisches Grün kam jetzt ins Dorfbild von Wallhalben. Christine Burkhardt, Steffen Landwehr, Heidrun Steinfurt und Ortsbürgermeister Berthold Martin (von links) waren die Macher. FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. In Wallhalben sind Ortsbürgermeister Berthold Martin und ein paar freiwillige Helfer dabei, das Ortsbild mit Pflanzen und Deko-Ideen zu verschönern.

Aufhübschen ist das von Ortsbürgermeister Berthold Martin gewählte Schlagwort, das eine Aktion beschreibt, die jetzt im Ort gestartet wurde und mit welcher das Ortsbild, bunter, freundlicher und adretter werden sollen. Der Mitteleinsatz ist dafür begrenzt, gerade mal 4000 Euro kann die Gemeinde aus den allgemeinen Haushaltsmitteln für die Aktion bereitstellen.

  „Wir wollen weitere kleine bunte Inseln für das Dorfbild schaffen und haben uns dabei ziemlich genau überlegt, wie wir das anstellen können. Ideen hätten wir viele, doch wo das nötig Kleingeld fehlt, muss man mit dem geringsten Aufwand einen größtmöglichen Erfolg erzielen“, umschreibt der Ortsbürgermeister die Ausgangssituation. Allerdings, die Gemeinde habe ja in dieser Beziehung ausreichend Erfahrung. Schließlich sei der Mitteleinsatz für derartige freiwillige Ausgaben  noch nie üppig gewesen. „Wir wissen uns nach der Decke zu strecken und scheuen nicht davor zurück, die uns angebotene Hilfe anzunehmen.“

Neben der Ortsbeigeordneten Christine Burkhardt und dem Ratsmitglied Heidrun Steinfurt ist das beispielsweise Steffen Landwehr. Dieser hat defnitiv einen grünen Daumen, denn er arbeitet bei der Stadtgärtnerei in Homburg. Zudem kommen oft genug viele Menschen von außerhalb, um sich das malerische Refugium anzuschauen, das sich Landwehr bei seinem Eigenheim in den zurückliegenden Jahrzehnten geschaffen hat. Martin: „Es wäre doch fatal für unseren Ort, wenn uns von einem solchen Bürger Mithilfe angeboten wird und wir sowas ausschlagen würden. Wir sind froh über jede Hilfe und gerade bei der Pflanzenauswahl und den möglichen Kompositionen in den Großkübeln waren Ideen und Ratschläge von Steffen Landwehr beispielhaft.“



Mit den alten Fahrrädern, die mit knalliger Farbe in unterschiedlichen Farbtönen neu gestrichen wurden und dann als Grundlage für Blumenträger in breiter Vielfalt dienten, wusste die Gemeinde bereits vor Jahren ein Ausrufezeichen zu setzen, das inzwischen in vielen Privatgärten und anderen Ortschaften Nachahmung fand. Jetzt gesellen sich zu dieser besonderen Gestaltung an Kreuzungspunkten weitere „bunte Inseln“, wie etwa die an der protestantischen Kirche, beim Busbahnhof oder dem Waschbrunnen.

Die Bezeichnung bunt bezieht sich dabei nicht allein auf den jetzt eingesetzten Blumenschmuck, sondern zudem auf bunte tönerne Blumenkübel und Sitzgelegenheiten. Bei der Kirche sticht der Rotton hervor, am Busbahnhof ist es ein sattes Grün und beim Waschbrunnen als weitere Verbindung zum Wasser alles in Blau.

Zum Aufhübschen des Dorfbildes zählte auch das Herausputzen des Platzes hinter dem Ludwig-Katz-Haus mit Wipptieren für Kleininder. Und demnächst sollen für eine stattliche Summe die beiden Kinderspielplätze erneuert werden. „Wir versuchen möglichst viel in Eigenleistung herzustellen, das spart Geld und vielleicht gibt es noch weitere Mitstreiter wie Landwehr, der meinte: ‚Wenn ihr mich braucht, ich helfe gerne…’“