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2,3 Millionen Euro
Investition in die Zukunft

Thaleischweiler-Fröschen. Die Grundschule Thaleischweiler-Fröschen ist offiziell eingeweiht worden. Von Lothar Feldner

(lof) Nach zwei Schuljahren in der ehemaligen Realschule Wallhalben und einem Dreivierteljahr im umgebauten und erweiterten neuen Schulgebäude feierten Grundschule und die Verbandsgemeinde als Schulträger die Einweihung des Werks. Das Gebäude im veränderten und erweiterten Zustand bezeichnet Schulleiter Bernd Schatzmann als „eine Schule, die unter pädagogischen Gesichtspunkten geplant und verwirklicht wurde“. Ausstattung und Technik seien nunmehr so, dass es möglich sei, „Schule als Handlungs- und Erfahrungsraum zu gestalten und gleichzeitig einen Lebensraum mit Wohlfühlcharakter zu bieten“.

Verbandsbürgermeister Thomas Peifer verwies in seiner Ansprache darauf, dass bereits nach Erteilung des vorzeitigen Baubeginns 2014 mit ersten Maßnahmen am Bestand begonnen worden war, in erster Linie mit Arbeiten zur Verbesserung des Brandschutzes. Erst danach sei entsprechend der Planung des beauftragten Ingenieurbüros Südwest aus Dahn ab den Ferien vor dem Schuljahr 2016/17 mit den eigentlichen Arbeiten begonnen worden. Die geplanten Kosten lagen bei 2,3 Millionen Euro, 680 000 Euro für Brandschutz, Sicherungsmaßnahmen und Barrierefreiheit, 650 000 Euro für Umbau- und Sanierungsarbeiten und 970 000 Euro für den Erweiterungsbau.

Die durch die Hanglage möglich gewordenen Räumlichkeiten unter dem Mehrzweckraum wurden zusätzlich in die Planung aufgenommen. So entstand ein Leseraum, der durch sich öffnende Elemente auch als Freilichtbühne nutzbar ist. Auch die Schiebelemente des Mehrzweckraum, der in erster Linie als Mensa genutzt wird, erlauben differenzierte Verwendungen.



Die Klassenräume wurden mit neuen Möbeln sowie Smart- und Whiteboards ausgestattet und lassen durch Beschattung, Be- und Entlüftung, LED-Beleuchtung und Schallschutzdecken keine Wünsche offen. Die zusätzlichen Maßnahmen führten zwar zu einer Verteuerung um 400 000 Euro, doch handelte es sich durchweg um sinnvolle Maßnahmen, die den Kindern zugute kommen, sagt Peifer. Auch gelang es, den Außenbereich zur Förderung durch das Konjunkturpaket 3.0 anzumelden. Das erbrachte bei Investitionen in Höhe von 105 000 Euro eine Bezuschussung von 90 Prozent. „Das war eine Investition in die Zukunft und unsere Kinder sind die Zukunft und ihnen gehört die Zukunft“, sagte Peifer abschließend.

Landrätin Susanne Ganster meinte: „So sollte Schule aussehen“. Zwei Dinge seien besonders wichtig, nämlich gute Lehrer und dazu ansprechende Räumlichkeiten, in denen man sich wohlfühlen kann, auch vor dem Hintergrund des Trends, dass immer längere Zeiten in der Schule verbracht werden.

Eine besondere Freude bereitete den Kindern Thomas Diehl vom Planungsbüro Südwest. Er hatte zwei eingepackte große Bilder mitgebracht, die beim Auspacken zwei der Elefanten zeigten, die man an der Rückwand der ehemaligen Pausenhalle entfernen musste, aber auch gerettet hatte. Zuvor ging er noch auf den erteilten Auftrag ein, ein in die Jahre gekommenes Schulgebäude, es wurde 1963 in Betrieb genommen, zu modernisieren. Entsprechend dem geänderten Auftrag wurde alles moderner, bei hellen und freundlichen Farben. Nunmehr sei man für die nächsten 30 Jahre gerüstet.

Die Schüler selbst gingen zwischen den Ansprachen durch Lieder und Sketche auf das Geschehen der gut zwei Baujahre ein. 
Schatzmann sprach schließlich das Schlusswort und zitierte dabei ein römisches Sprichwort: „Wir können zwar nicht die Windrichtung bestimmen, aber wir können die Segel richtig setzen.“