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In Kläranlagen lässt sich Energie sparen

Wallhalben. Wissenschaftler der Technischen Universität Kaiserslautern haben die Kläranlagen der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben unter die Lupe genommen. Mit einigen Investitionen lässt sich jede Menge Energie sparen. cos

Der Wirkungsgrad der Reinigung wird bei allen Kläranlagen der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben weiter im Vordergrund stehen. Das betonte bei der Werksausschusssitzung in Wallhalben Werkleiter Joachim Becker. Allerdings schließt das Energieeinsparung nicht aus. Potenzial dafür gibt es bei der Kläranlage Schwarzbachtal zwischen Rieschweiler-Mühlbach und Dellfeld, wie jetzt das Zentrum für innovative Abwassertechnologie bei der TU Kaiserslautern herausfand.

Wissenschaftliche Mitarbeiter haben die Kläranlagen im Verbandsgemeindegebiet unter die Lupe genommen. Den Bericht stellte Ingenieur Henning Knerr vor. Bei einer einmaligen Investition von 128 000 Euro könnten jährlich rund 25 000 Euro an Energiekosten allein bei der Kläranlage Schwarzbachtal eingespart werden. Becker sagte auch, dass nach der Vorlage des Gutachtens die Verwaltung prüfen wird, inwieweit die Investitionen finanzierbar und vielleicht sogar förderbar sind. Sobald deren Ergebnis vorliegt, werden sich die Werkausschussmitglieder erneut mit dem Thema befassen. In seinem umfangreichen Bericht listete der TU-Vertreter auf, wo Einsparmöglichkeiten gefunden wurden. Mit 65,4 Kilowatt pro Verbandsbürger im Jahr stelle sich die Anlage im Schwarzbachtal verbrauchstechnisch zwar nicht schlecht dar, allerdings seien Einsparungen möglich. Beispielsweise bei der Belüftung des Schmutzwassers, wo allein im Jahreszeitraum 200 000 Kilowattstunden Strom verbraucht werden. Dabei bezogen sich die Untersuchungen der wissenschaftlichen Mitarbeiter nicht allein auf den Stromverbrauch . Festgestellt wurde auch, dass eine hohe Belastung an Grobteilen im ankommenden Schmutzwasser sehr häufig für ein Verstopfen bei den eingesetzten Pumpen sorgt. 104 Stunden im Jahr schlagen sich allein für die zusätzliche Pumpenreinigung in den Betriebskosten nieder. Zudem wurde ermittelt, dass die Pumpen für sich einen hohen Stromverbrauch haben.

Becker: "So was haben wir bei älteren Anlagen überall. Damals sind die Strombezugskosten einfach noch nicht so hoch gewesen. Aber allein deshalb können wir nicht auf einmal alle Pumpen austauschen." Im konkreten Fall bei der Kläranlage Schwarzbachtal würden neben der Reduzierung der zusätzlichen Personalkosten auch Stromkosten eingespart werden können. Die Investition von neuen Pumpen würde eine Einsparung von 9000 Euro bringen. Kurzfristig muss bei der Kläranlage im Schwarzbachtal eine neue, geeichte Fäkalannahmestation errichtet werden. Die Arbeiten dafür schrieb das Büro Dilger aus Dahn aus. Die bestehende Annahmestation bei der zentralen Kläranlage in Wallhalben arbeitet fehlerfrei, weshalb auch in Rieschweiler-Mühlbach bei der Annahmestation ein Spiralsieb der Firma Noggenrath zum Einbau kommen soll.