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Hitscherhoffest
Viel mehr als Kürbisse

Das Angebot war wie immer vielfältig.
Das Angebot war wie immer vielfältig. FOTO: Norbert Rech
Maßweiler. Die Gäste waren von der Vielfalt beim Hitscherhoffest begeistert. Von Norbert Rech

Das Hoffest der Familie Fischer in Maßweiler ist weit über die Grenzen der Südwestpfalz bekannt. Jahr für Jahr strömen unzählige Gäste zum Hitscherhof, um dort neben vielen kulinarischen Spezialitäten auch so manches Neues auf dem großen Land-und Kreativmarkt zu entdecken. Auch dieses Wochenende ließen sich die Besucher von dem dann am Sonntag herrschenden nasskalten Wetter nicht abhalten.

Bereits am Samstagvormittag hatten sich vor den Essensständen schon Warteschlangen gebildet. Eine der Spezialitäten war diesmal die Kürbisrollbraten und die völlig neue Kürbistorte, die sich viele der Besucher schmecken ließen. Fast die Hälfte der Gäste waren US-Amerikaner, die in der Westpfalz stationiert sind. Sie nutzten die Gelegenheit, um auf dem Hitscherhof erste Besorgungen für Halloween zu machen.
Bestaunt wurden vor allem die großen Kürbisse, die aufgestellt waren – auch wenn diese in diesem Jahr bei weitem nicht so prächtig waren. Die anhaltende Dürre im Sommer hat ihnen wohl sehr zugesetzt. Der dickste wog nach Schätzung von Daniel Fischer rund 200 Kilogramm.

Auch diesmal waren es wieder rund 100 Marktbeschicker, die ihre Waren und Köstlichkeiten in Maßweiler präsentierten. Seit vielen Jahren Stammgast auf dem Hitscherhof ist Familie Theiss, die in Albessen (Kreis Kusel) einen Ziegenhof betreibt. Auf Märkten der Region bietet sie selbst hergestellten Käse an. Eine weitere Spezialität gab es bei dem Wörther „Kringelfritz“. Was kaum jemand vermutete – das Rezept für die deftigen und vor allem süßen Strauben, die an dem Stand zubereitet wurden, stammt aus dem Westrich. Dort aber ist die Leckerei fast nirgends mehr erhältlich. „Ein Grund mehr, um auf den Hitscherhof zu kommen“, wirbt Robert Konietzko, der auf das Gericht in Kanada aufmerksam wurde und es nun auf den verschiedensten Märkten präsentiert.



Einen Blickfang bot auch das Sunda-Kunsthandwerk. Dabei handelt es sich um Teakholzmöbel, Schattenspielfiguren oder Holzpuppen. Freunde der Filz-Technik kamen bei Ruth Hermes auf ihre Kosten. Die Saarbrückerin hatte sogar Handytaschen mitgebracht. Viel Lob gab es dafür, dass die meisten Standbetreiber wie Hermes ihre Waren selbst hergestellt haben und der Markt weniger kommerziell aufgestellt sei.

Großen Anklang fand auch das Mais-Labyrinth, an dem sich neben Kindern so mancher Erwachsene versuchte. Fast jeder Gast hatte auf den Heimweg eine Tüte in der Hand, in der sich eine Köstlichkeit oder Spezialität vom Hitscherhof befand. Der Pfälzische Merkur und die Woch hatten zu einem Bastel- und Malwettbewerb zum Thema Drachen eingeladen. Dieser läuft noch bis Ende des Monats. Die Knirpse können bis dahin gerne ihre Kunstwerke im Pressezentrum des Merkur in der Hauptstraße 66 abgeben. Die Gewinner erwarten schöne Preise.