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Ortsgemeinderat Krähenberg
Dorfgemeinschaftshaus: Nun wird Dach saniert

Krähenberg. Nur ein Unternehmen hat fristgerecht ein Angebot für die energetische Sanierung in Krähenberg abgegeben. Die Kosten betragen 50 000 Euro. Von Norbert Schwarz

Ortsbürgermeister Thomas Martin und die Ratsmitglieder schicken sich an, die alte Dorfschule von Krähenberg, bereits viele Jahre als Dorfgemeinschaftshaus genutzt, wieder zu einem echten Schmuckstück im Ortsbild zu machen. Weil von Jung und Alt gern genutzt, hatten die Arbeiten zur Innensanierung zunächst Vorrang. 2020 werden die Arbeiten zur Außensanierung fortgesetzt. Dabei werden auch noch innen, wie etwa zur energetischen Sanierung im Dachgeschoss, viele ehrenamtliche Helferstunden notwendig sein. Doch davor ist niemand bange, denn Thomas Martin weiß: Die Krähenberger packen selbst mit an.

Komplizierte Arbeiten wie etwa die Erneuerung des Daches sollen allerdings von Fachfirmen erledigt werden. Eva Saalfrank, von der Ortsgemeinde mit ihrem Büro für die Ausschreibung auch der Dach-Arbeiten beauftragt, teilte dem Rat mit, dass zwar drei Interessenten Angebote bei ihr angefordert haben, doch entsprechend den Ausschreibungsvorgaben nur der Handwerksbetrieb Grunder aus Wallhalben zum Stichtag fristgerecht ein Angebot unterbreitete. Es sei mit Kosten von rund 50 000 Euro zu rechnen, sagte Bürgermeister Martin. Aufgrund dieses Angebotes ist dem Unternehmen der Auftrag zur Ausführung der energetischen Arbeiten wie ausgeschrieben beim Dorfgemeinschaftshaus in Krähenberg übertragen worden

Bereits in er vorausgegangen Sitzung hatte das Ratsmitglied Triem, selbst Architekt, moniert, dass die Kostenüberwachung nicht umfänglich zufriedenstellend verlaufe. Martin sicherte damals zu, den geforderten Nachwies in der kommenden Sitzung vorzulegen. Diese Zusicherung löste Martin nun zur Zufriedenheit aller ein. Schwarz auf weiß bekamen die Ratsmitglieder eine Übersicht zu den einzelnen Angebotssummen und diesen gegenübergestellt die Rechnungssummen. Konstantin Saalfrank, selbst Unternehmer, fand mit seinem Vorschlag allgemeine Zustimmung, dass in der Fortführung des Projektes diese Übersicht für alle ausgeschriebenen und in Auftrag gegebenen Gewerke gelten soll. Damit habe die Ortsgemeinde die volle Steuerung in Händen und könnte bei möglichen Kostenübersteigungen passend reagieren. Nicht ohne Zufriedenheit konnte in diesem Zusammenhang Ortsbürgermeister Thomas Martin mitteilen, dass sich der Einbau neuer Fenster und Türen bereits auswirke. „Die Heizkosten für den Zeitraum von November 2018 bis Oktober dieses Jahres betragen gerade mal 2500 Euro“



Schmuck hergerichtet sind bereits die Innenräume, erst unlängst konnten sich die älteren Dorfbewohner beim Seniorennachmittag davon ein umfassendes Bild machen. Die Einrichtungen stehen deshalb auch den Bürgern für Familienfeiern zur Verfügung. Eine Benutzungsordnung regelt künftig die Nutzung. Saal, Küche und Spülküche können von Bürgern angemietet werden. Für die Dorfvereine ist die Nutzung kostenlos. Nicht vermietbar sind die Räum im Keller. Für diese hat die Ortsgemeinde selbst eine Konzession. Unter der Woche treffen sich hier etliche Krähenberger zu einem Bierchen und beim Plausch.

Dorfstraßen sollen saniert werden: Die Ratsmitglieder kamen überein, dass dafür eine Ausschreibung der Arbeiten vorgenommen wird. Schon etliche Jahre beschäftigt das Thema „Bauland“ Ortsbürgermeister und Ratsmitglieder gleichermaßen. Viele Fragen dazu sind noch offen. Gespräche mit der Kommunalaufsicht konnte Thomas Martin schon führen. Das Schaffen von Bauland soll in einer der kommenden Ratssitzungen gleich im neuen Jahr zu einem Hauptthema werden.