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Raumnot
Gebäude-Jonglage in Wallhalben

 Der vor Jahren angebaute Turnraum des Wallhalber Kindergartens (Bild) muss notgedrungen jetzt schon teilweise als „Schlafraum“  zweckentfremdet genutzt werden.
Der vor Jahren angebaute Turnraum des Wallhalber Kindergartens (Bild) muss notgedrungen jetzt schon teilweise als „Schlafraum“  zweckentfremdet genutzt werden. FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. Die leer stehende „Franz-von-Sickingen-Schule“ könnte die Raumnot von Kindergarten und Grundschule lindern. Von Norbert Schwarz

(cos) Im örtlichen Kindergarten Wallhalben sind freie Plätze Mangelware. Jetzt schon und die Situation wird für die Verantwortlichen im kommenden Jahr noch prekärer, denn dann tritt zur Jahresmitte das neue Kindertagesstättengesetz in Kraft mit einem Gesetzesanspruch für Kinder, täglich sieben Stunden in der Einrichtung zu verweilen. Die Folge – Schlafräume müssen her. Doch alles lässt sich nicht einfach aus dem Boden stampfen. Lösungsmöglichkeiten werden ausgelotet.

Die derzeit leerstehende „Franz-von-Sickingen-Schule“, zuletzt in der Obhut der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben als Regionalschule plus, könnte vielleicht ein Ort werden, welcher künftig zur Kindertagesstätte umfunktioniert wird. Dabei könnte es unter Umständen gar der Fall sein, dass die Entscheidungsträger zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn, Platzmangel wird es unter Umständen auch in der jetzt schon als „Ganztags Grundschule“ geführten Einrichtung ab dem Jahr 2025 geben. Dann nämlich haben die Grundschüler einen gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung.

Dabei funktioniert der Betrieb in Kindergarten wie Grundschule bestens. Baulich sind die beiden Häuser top. Mit einem hohen Kostenaufwand hatte die Ortsgemeinde Wallhalben zuletzt den Kindergarten, der als Zweckverband auch die Kleinen aus Knopp-Labach und Schmitshausen aufnimmt, nicht allein energetisch saniert, sondern auch sonst innen und außen auf Vordermann gebracht. Erweiterungsmöglichkeiten im direkten Umfeld lassen sich wohl schwer umsetzen. Für Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard (FWG) ist deshalb die Nutzungsmöglichkeit von leerstehenden Räumen in der besagten „Franz-von-Sickingen-Schule“ eine sich förmlich aufdrängende Option.



Burkhard, selbst Mitglied im Verbandsgemeinderat von Thaleischweiler-Walhalben, ist deshalb auch froh darüber, dass dieser dem Erstellen einer Studie bereits zustimmt hat, mit welcher Lösungswege ausgelotet und künftige Nutzungsvarianten geprüft werden. Ortsbesichtigungen von Bauausschussmitgliedern der Ortsgemeinde wie der Verbandsgemeinde waren Teil des Prozesses. Dabei ist immer wieder klar zum Ausdruck gekommen, dass es ausschließlich um ortsgebundene Lösungen für Wallhalben geht. Das Planungsbüro AHK aus Pirmasens ist vom Verbandsgemeinderat damit beauftragt worden, die Machbarkeits- und Nutzungsstudie zu erstellen, Die Kostgen dafür belaufen sich auf 18 000 Euro, die Ortsgemeinde Wallhalben wird sich an diesen Kosten beteiligen, die örtlichen Ratsmitglieder haben darüber noch zu befinden. „Als wir für den Kindergarten jetzt beim Landesjugendamt eine neue Betriebserlaubnis erteilt bekamen, ist bereits mit einem Fingerzeig auf die Raumsituation hingewiesen worden. Wir müssen was tun und sind deshalb verschärft das Problem angegangen“, sagt die Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard, für die es klar ist, dass eine sinnvolle Nutzung der drei Gebäuden (Kindergarten, Franz-von-Sickingen-Schule und Grundschule) die absolute Priorität hat.