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Schmitshauser Haushalt
Erst ab 2021 ist Besserung in Sicht

 Manches vermögen die Schmitshauser nur auf den Weg zu bringen, wenn sie selbst Hand anlegen. So ist jetzt in Eigenleistung der Gemeinschaftsraum im Haus der Jugend neu getüncht worden.
Manches vermögen die Schmitshauser nur auf den Weg zu bringen, wenn sie selbst Hand anlegen. So ist jetzt in Eigenleistung der Gemeinschaftsraum im Haus der Jugend neu getüncht worden. FOTO: Norbert Schwarz
Schmitshausen. Der Schmitshauser Gemeinderat hat sich mit dem Haushalt des Ortes befasst. Von Norbert Schwarz

(nob) Das Rosendorf Schmitshausen ist finanzielle betrachtet weiter nicht auf Rosen gebettet und für Ortsbürgermeister Markus Schieler steht Sparsamkeit deshalb ganz oben an. „An Ideen fehlt es uns überhaupt nicht. Doch wo das Kleingeld fehlt…“, stellt Markus Schieler fest und freut sich, dass es in der Dorfgemeinschaft doch ehrenamtliche Helfer gibt, die sich für viele Dinge einspannen lassen. „Sonst wäre es kaum möglich, das Geschaffene zu erhalten.“ Die Finanzlage ist auch ein Grund dafür, dass die Kommunalpolitiker von der Möglichkeit eines Doppelhaushaltes bisher noch keinen Gebrauch gemacht haben. Schieler: „So haben wir einen genauen Überblick“.

Den Ergebnishaushalt für das laufende Haushaltsjahr wird die Gemeinde nicht ausgleichen können. Das belegt das Zahlenwerk, das Schieler in der Sitzung erläuterte. Rund 28 500 Euro fehlen zum Ausgleich. Die Verwaltungsprognosen lauten: Erst ab 2021 sollte sich eine Situationsbesserung einstellen, so die Finanzexperten der Verwaltung. Die Tilgungsraten von rund 11 000 Euro sorgen für das Abrutschen in den Minusbereich. Investitionen sind im Etat nicht vorgesehen.

Der Anteil an der Einkommensteuer ist mit 187 200 Euro der höchste Einnahmeposten. Auf 4600 Euro wird die Einnahme aus der Grundsteuer A geschätzt, die für bebaute Grundstücke auf 36 500 Euro und bei der Gewerbesteuer rechnet die Gemeinde mit einer Einnahme in Höhe von 27 000 Euro. An Schlüsselzuweisungen vom Land werden 90 500 Euro erwartet. Die Kreisumlage belastet den Gemeindeetat mit 151 200 Euro und die für die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben mit 114 700 Euro. Schieler: „Allein bei diesen beiden Ausgabeposten geht unsere größte Einnahme, der Anteil an der Einkommensteuer, schon fast ganz drauf.“



Instandhaltungsarbeiten sind an der Friedhofsmauer notwendig. Ausbesserungsarbeiten sind für die Tür bei der Leichenhalle geplant. Das Dorfgemeinschaftshaus soll, um Energie einzusparen, mit LED-Leuchten ausgestattet werden. Beim Jugendheim ist das Erneuern der Außentreppe aus Sicherheitsgründen nicht aufzuschieben. Keine Veränderungen gab es bei den Steuerhebesätzen. Dem vorgelegten und von Ortsbürgermeister Schieler erläuterten Plan wurde einstimmig zugestimmt.

Grünes Licht gaben die Ratsmitglieder aus Gemeindesicht zudem für ein Bauvorhaben eines einheimischen Landwirts, der zu seinem bereits im Außenbereich errichteten Kuhstall jetzt ein Wohnhaus mit Garagen errichten möchte. Der Rat stimmte, wie zuvor bereits die Verwaltung, dem Vorhaben zu.