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Krähenberg
Dreifache Feier zum Meteoriten-Jubiläum

 Am 5. Mai 1869 ging nahe Krähenberg ein Meteorit nieder.
Am 5. Mai 1869 ging nahe Krähenberg ein Meteorit nieder. FOTO: Norbert Rech
Krähenberg. Krähenberg erinnert an den Einschlag, der sich am 5. Mai zum 150. Mal jährt. Von Norbert Rech

Viel los ist in dem beschaulichen Krähenberg auf der Sickingerhöhe im allgemeinen nicht. Die Menschen hier lieben die Idylle und verstehen es zu feiern. Bekannt ist der Ort vor allem durch den Einschlag eines Meteoriten vor nunmehr genau 150 Jahren. Dieses Jubiläum soll in den nächsten Tagen auch gebührend gefeiert werden.

So wird gleich an zwei Orten an das bedeutete Ereignis erinnert – im Kreis Kusel, wo sich der Originalstein in einem Tresor auf der Burg Lichtenberg befindet und im Dorf selbst. Der 4,7 Milliarden Jahre alte Himmelskörper schlug am 5. Mai 1869 auf der Gemarkung der Gemeinde in Richtung Ohmbachtal ein, wo sich heute ein Gedenkstein befindet. Die Nachricht vom Einschlag sorgte damals für Furore in der gesamten Pfalz, wie Aufzeichnungen im Landesarchiv belegen. Neben dem Original im Geoskop gibt es Kopien im Historischen Museum der Pfalz und in der Ortsgemeinde selbst.

Die Feierlichkeiten beginnen bereits am kommenden Mittwoch, 1. Mai, wenn um 19.30 Uhr in der Zehntscheune der Burg Lichtenberg das Terra Magica – ein wissenschaftliches Forum des Urweltmuseums Geoskop – stattfindet. Reinhard Flößer beleuchtet dann den „Fall Krähenberg“. Der Eintritt ist frei.



Weiter geht es am Samstag, 4. Mai, wenn um zehn Uhr im Krähenberger Dorfgemeinschaftshaus das 11. Deutsche Meteoriten-Kolloquium startet. Im Rahmen dieses Kolloquiums wird die Geschichte des Steins von der Bildung im Sonnensystem über die Odyssee durch das All und sein terrestrisches Dasein anhand der durchgeführten Untersuchungen und Interpretationen populärwissenschaftlich präsentiert. Die Besucher (die Teilnahme kostet 15 Euro) können sich mit Informationen und Überlieferungen aktiv in das Kolloquium einbringen.

Dabei soll selbstverständlich auch der Dokumentarfilm des Knoppers Ewald Knoll gezeigt werden. Darin berichten Augenzeugen – dargestellt von Statisten aus dem Dorf – von dem Szenario, das sich am Krähenberger Himmel an besagtem Abend im Mai 1869 abgespielt hat.

Nach reichlich Theorie steht ab 18 Uhr das Feiern im Fokus. Für Getränke und Speisen sorgt das Hofbistro. Um 21 Uhr beginnt eine große Feuershow der „Luminis Ignis“ (Gruppe der Waldläufer Wallhalben). Am Sonntag, 5. Mai, wird dann gegen 14 Uhr die Einschlagsstelle besichtigt. Am Nachmittag wird noch einmal der Film gezeigt. Es gibt Kaffee und Kuchen, sowie andere Köstlichkeiten aus der Küche.

Darüber hinaus werden Meteoritenwasser (Schnaps) und Meteoritenbrot (Grumbeerbrot) angeboten. „Der Erlös kommt dem örtlichen Spielplatz zugute“, freut sich Ortsbürgermeister Thomas Martin schon auf die dreitägige Veranstaltung.