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Ortsgemeinderat Maßweiler
Drei Firmen beauftragt

Massweiler. Die Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus in Maßweiler dauern an. Von Lothar Feldner

Weiter voran geht es am Dorfgemeinschaftshaus. Die vom zuständigen Architekten Franz Peifer veranschlagten Gesamtkosten liegen bei 168 000 Euro und im Haushalt wurden dafür 175 000 Euro eingestellt. In seiner jüngsten Sitzung vergab der Gemeinderat drei Arbeiten, dies jeweils bei geschlossener Enthaltung der SPD-Fraktion.

Waren Ende Januar Heizungs- und Sanitärarbeiten vergeben worden, ging es diesmal um Putz- und Trockenbauarbeiten, sowie Tischler- und Fliesenarbeiten. Das ohne Vergabeverfahren direkt von der Firma Peter Germann, Stuckateurmeister, vom Architekten eingeholte Angebot für Putzarbeiten beläuft sich auf 3 570 Euro. Die Firma erhielt den Zuschlag, auch wenn die vorausgegangene Kostenschätzung bei 2 340 Euro lag. Die Kostenüberschreitung wird durch vorausgegangene Einsparungen kompensiert.

Drei Bieter gab es bei den Tischlerarbeiten. Den Zuschlag erhielt die Firma Günter Heil aus Waldfischbach-Burgalben für 3 000 Euro. Auch hier gab es eine geringfügige Überschreitung der vorausgegangenen Kostenkalkulation. Eine leichte Einsparung war dagegen bei der Vergabe der Fliesenarbeiten zu verzeichnen. Dort lagen ebenfalls drei Angebote vor. Der Fliesenfachbetrieb Celo Mathias aus Riedelberg erhielt den Zuschlag.



Peifer gab auch eine Übersicht zum Stand der Arbeiten an dem 1907 als Schulhaus mit Lehrerwohnung errichteten Gebäude, dem ehemaligen Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde, das in Erbpacht von der Ortsgemeinde übernommen wurde. Wegen des Alters spricht bei der Sanierung auch das Denkmalschutzamt der Kreisverwaltung mit. So wurde die Statik der geplanten Fluchttreppe auf der Rückseite erstellt und ohne Beanstandungen geprüft, sodass diese Stahlkonstruktion ausgeschrieben werden konnte. Alle Gewerke zum Behinderten-WC sind nun vergeben.

Bevor die Treppe angebaut wird, soll der Außenputz verbessert werden und ein Neuanstrich des Gebäudes in Elfenbein erfolgen. Erst danach erfolgt die Montage der Treppe und der Bau eines behindertengerechten Zugangs am Hauptgebäude. Nach Empfehlung des Denkmalschutzes sollen Treppe mit Podest und Rampe in Sandstein gebaut werden. Abschließend wird das Kellergeschoss aus Sandsteinen abgestrahlt und diese neu ausgefugt.

Für den Sitzungssaal ist geplant, zwölf Deckensegel aus Glaswolle zwischen den Holzbalken aufzuhängen, um damit den Charakter der Decke zu erhalten. Diese Art von Deckenbearbeitung wurde schon in verschiedenen Kindertagesstätten der Verbandsgemeinde vorgenommen und führt dort zur erfolgreichen Reduzierung des Geräuschpegels, erklärte Peifer.

Ortsbürgermeister Herbert Semmet verwies noch einmal auf die gewährten Zuschüsse, 107 500 Euro durch das Land und 20 000 Euro durch die Daniel-Theyson-Stiftung.

Eine erneute Anfrage von Else Semmet zur maroden Brücke über den Schwarzbach führte zu langen Ausführungen des zuständigen Beigeordneten Rochus Schwarz. Dieser berichtete, dass er Kontakt habe mit der von Semmet vorgeschlagenen Brückenbaufirma. Für das mögliche 13 Meter lange Bauwerk wären jedoch neue Widerlager erforderlich, deren Bau allerdings nicht durch diese Firma durchführbar sei. Zudem sei eine Statik erforderlich.

Das alles führe zu immensen Kosten, die durch den Wert der dort liegenden sauren Wiesen nicht gerechtfertigt seien, berichtete Schwarz. Zudem werde die Wirtschaftswegerücklage in Höhe von etwa 80 000 Euro auf keinen Fall ausreichen. Schwarz erklärte, er werde deshalb die betroffenen Landwirte demnächst zusammenrufen, um das Problem vorzutragen. Man habe die erforderliche Sanierung leider 25 Jahre verschlafen, bedauerte der Beigeordnete.