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Ortsgemeinderat
Die gute Stube wird herausgeputzt

 Der Rat hat die Aufträge für weitere notwendige Arbeiten im Krähenberger Dorfgemeinschaftshaus vergeben.
Der Rat hat die Aufträge für weitere notwendige Arbeiten im Krähenberger Dorfgemeinschaftshaus vergeben. FOTO: Norbert Schwarz
Krähenberg. Der Krähenberger Rat hat Aufträge für das Dorfgemeinschaftshaus vergeben und den Fortwirtschaftsplan abgesegnet. Von Norbert Schwarz

Was dem Gemeindewald angeht können die verantwortlichen Kommunalpolitiker in Krähenberg mit breiter Brust in die Zukunft blicken. Bei der Letzten Sitzung vergangene Wochen gab es anerkennende Wort vom Forstamtsleiter Westrich Theodor Ringeisen. Der vergab für den Allgemeinzustand gute Noten und bestätigte einen Holzvorrat von schätzungsweise 35 000 Festmetern. Jetzt soll wieder eine „Forstinventur“ angegangen werden. 

Ringeisen sprach beim Gemeindewald von einem langlebigen Projekt. Sein Kommentar zum Krähenberger Gemeindewald ganz speziell: „Hier entwickelt sich was.“ Zwar habe der Borkenkäferbefall auch dem Baumbestand auf der Sickingerhöhe zugesetzt, doch inzwischen sei alles im Griff. Der Forstdirektor sieht insbesondere im Buchenbestand einen Handlungsbedarf der Ortsgemeinde. „Die Bäume dort haben jetzt ein Alter von 180-200 Jahren.“ Vom Wert her gesehen ein Zeitpunkt zur Nutzung, sprich Holzeinschlag, weil es dann für das Wertholz einen guten Preis gebe.

Die „schwarze Null“ für den kommenden Forstetat hatte Revierförster Hermann Gries bereits im vorausgegangen Punkt propagiert. 600 Festmeter sollen eingeschlagen werden, rund 500 Festmeter gehen davon in den Verkauf. Für Verkehrssicherungsmaßnahmen und Wegeunterhaltung sollen rund 2000 Euro ausgegeben werden, Die Kulturpflege ist mit 1000 Euro berücksichtigt. Für die Mitarbeit des Försters im Gemeindewald muss die Ortsgemeinde 6200 Euro ans Land abführen. Für Steuern, Versicherungen und ähnliche Entgelte sind weitere 4500 Euro bereitzustellen. Im Hasseler und Herrenwald sieht der Plan einen Buchenholzeinschlag in Höhe von 300 Festmetern vor. 120 Festmeter Fichten sollen beim Stamper Kopf und im Walddistrikt eingeschlagen werden. Die Erlöse aus dem Gemeindewald sollen die Kosten um 400 Euro übersteigen.



Mit aller Macht streben die Ratsmitglieder das Herausputzen des Dorfgemeinschaftshauses an. Küche und großer Gemeindesaal sind bereits herausgeputzt. Weitere energetische Sanierungsmaßnahmen werden ergriffen. Lüftungsarbeiten wird die Firma Traub aus Obernheim-Kirchenarnbach für rund 7270 Euro ausführen. Im Haushalt ist ein Kostenansatz in Höhe von 8800 Euro vorgegeben. An das gleiche Unternehmen fielen auch die Arbeiten bei der Heizung in Höhe von 8865 Euro. Die Sanitärarbeiten für die barrierefreie WC-Anlage soll mit weiteren Arbeiten das Unternehmen Bohl und Söhne aus Waldfischbach-Burgalben erledigen. Der Vergabepreis lag hier bei 13 517,53 Euro. Es hatte den günstigsten Kostenvoranschlag unterbreitet. Die Fliesenarbeiten in diesem Bereich vergaben die Ratsmitglieder an die Firm Jörg Kern aus Saalstadt zum Angebotspreis in Höhe von 2598,34 Euro.

Das Material zum erstellen einer Ständerwand soll die Firma Niederer aus Zweibrücken für rund 1148 Euro liefern. Elektro-Büffel aus Biedershausen wird die elektrische Installation für 1344,70 Euro in den sanierten Räumen erledigen. Eine Abgasleitung montiert das Unternehmen Braun und Bold aus Thaleischweiler-Fröschen für 1285,20 Euro. Baudeko Wolfgang Schneider aus Knopp-Labach verrichtet Spachtelarbeit in Höhe von rund 1666 Euro.

Ratsmitglied Jürgen Triem appellierte nochmals an die Kostenüberwachung bei den vielfältigen Sanierungsarbeiten. Ortsbürgermeister Thomas Martin sicherte zu, dass bei der kommenden Ratssitzung eine Gesamtübersicht vorgelegt wird, welche die Verwaltung erarbeiten soll. Darin müssten sowohl die Haushaltsansätze, die Vergabesummen wie später auch die Rechnungssummen ersichtbar sein. Sollte es zu Kostensteigerung kommen, würde der Rat darüber im Vorfeld informiert.