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150 000 Euro investiert
Mehr Platz für 96 Schüler

Die Leiterin der Grundschule Rieschweiler-Mühlbach, Andrea Wiche, schneidet im Beisein der Kinder und dem ersten Beigeordnete Markus Bold, Abteilungsleiter Werner Scheerer und Bausachbearbeiter Thomas Schatton (von links), das Band an der Wendeltreppe zum Dachgeschoss durch.
Die Leiterin der Grundschule Rieschweiler-Mühlbach, Andrea Wiche, schneidet im Beisein der Kinder und dem ersten Beigeordnete Markus Bold, Abteilungsleiter Werner Scheerer und Bausachbearbeiter Thomas Schatton (von links), das Band an der Wendeltreppe zum Dachgeschoss durch. FOTO: Lothar Feldner
Rieschweiler-Mühlbach. Das Dachgeschoss der Grundschule Rieschweiler-Mühlbach wurde ausgebaut. Von Lothar Feldner

Die Freude über das gelungene Werk und die damit geschaffenen Nutzungsmöglichkeiten stand im Vordergrund der Einweihungsfeier zum ausgebauten Dachgeschoss der Grundschule.

Dem vorausgegangen war vor Ort das symbolische Banddurchschneiden an der neuinstallierten Wendeltreppe vom Ober- zum Dachgeschoss der Schule, im Beisein der Schulträgervertretung, der Kinder und der Eltern vorgenommen durch Schulleiterin Andrea Wiche. Anschließend überzeugten sich alle davon, dass aus der ehemaligen Lehrer-, Hausmeister- und privat vermieteten Wohnung nach langjährigem Leerstand durch umfangreiche Sanierungsarbeiten vielseitig verwendbare Räumlichkeiten entstanden waren. Diese werden bereits seit Schuljahresbeginn von den Kindern genutzt, teilweise sogar als Klassenzimmer, nachdem dieses Schuljahr mit 96 Schülern eine siebte Klasse eingerichtet werden musste, für die im Erd- und Obergeschoss kein Platz vorhanden war.

Mit zwei ersten, zwei zweiten, einer dritten und ausnahmsweise zwei vierten Klassen ist das Gebäude damit bis unters Dach belegt. Im nächsten Schuljahr wird die Schülerzahl wieder so weit zurückgehen, dass die neuen Räume im Dachgeschoss dann von der Ganztagsschule genutzt werden. Die Kinder, die dieses Angebot wahrnehmen, können dort verschiedenen Beschäftigungen wie Basteln und Werken nachgehen, aber auch ruhen. Bei schlechtem Wetter, wenn also der Pausenhof nicht genutzt werden kann, ist aber auch für alle Kinder dort ein Aufenthalt möglich, sagte Wiche. Der erste Beigeordnete Markus Bold, in Vertretung von Verbandsbürgermeister Thomas Peifer , verwies auf einen „langen Weg“, im Verlaufe dessen „viele Hände und Köpfe“ etwas schufen, was „unseren Kindern und deren Entwicklung“ diene. Konzipiert worden sei das Werk vor allem in den Köpfen von Bausachbearbeiter Thomas Schatton und dem zuständigen Abteilungsleiter der Verbandsgemeinde, Werner Scheerer, alles in Absprache mit Wiche.



Nach Umbauarbeiten zur Sicherstellung des Brandschutzes samt Einbau einer elektro-akustischen Anlage wurde das eigentliche Vorhaben 2017 in Angriff genommen. Durch Herausnehmen von Wänden wurden Räumlichkeiten geschaffen, die dem Bedarf der Schule entsprechen. Ein sich während der Arbeiten ergebender Wasserschaden in der alten Toilette führte dazu, dass der gesamte Fußboden erneuert werden musste und eine zusätzliche Toilette für Kinder und Lehrkräfte eingeplant wurde, die allerdings noch fertig gestellt werden muss.

Durch den Einbau einer Wendeltreppe und eines zweiten Ausgangs vom Erdgeschoss in den Pausenhof wurde der erforderliche zweite Rettungsweg geschaffen. Insgesamt wurden und werden in das Projekt 150 000 Euro investiert, wozu es von Seiten des Landes 50 000 Euro und zusätzlich durch den Förderverein 5000 Euro als Zuschuss gab.

Bold verwies in diesem Zusammenhang auch auf Leistungen des Schulträgers vor dem Dachgeschossausbau. Erwähnt wurden der Einbau von Brandschutztüren und die Installation einer Außentreppe vom Obergeschoss aus, aber auch die Herrichtung von Räumen im Kellergeschoss. Desweiteren kündigte er die Komplettsanierung des Dachs und der Fassade an. Außerdem ist die dringende Erneuerung der Fußböden im Gebäude, die Neugestaltung des Schulhofs und die Einrichtung eines Eltern-Besprechungsraums im restlichen Teil des Dachgeschosses geplant.

Beim Konzert zum Anlass der Einweihung stand der instrumental begleitete Gesang der Kinder im Vordergrund. Mitwirkende neben den Kindern waren neben einigen Lehrerinnen auch Kräfte von außerhalb. So sahen die Anwesenden neben der Schulleiterin am Klavier auch die Pianistin Helga Bischoff am Werk. Diese begleitete auch die beiden Klarinettenspielerinnen Katharina Domke-Schmidt und Andrea Wiche. Das Cajon wurde von Heike Reitenauer gespielt. Deren Tochter Annika steuerte Gitarrenbegleitung bei. Am Saxofon konnte man Susanne Finger erleben.