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Rat Rieschweiler-Mühlbach
Bürgermobilzentrum „kein Prestige“

Rieschweiler-Mühlbach. Der Gemeinderat von Rieschweiler-Mühlbach beschließt Waldverkauf und Bürgerbus-Planung. Von Wolfgang Klys

(kly) Der Gemeinderat Rieschweiler-Mühlbach hat die Weichen für den zweitgrößten Ort in der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben gestellt. Das Gremium hat sich jetzt in Sachen Waldrefugium der Waldflächen „Kaselskopf“ und „Mörlestal“ festgelegt. Anders als bisher angenommen, würde der Verkauf nicht auf 30 Jahre vergeben, sondern wäre dauerhaft. Bei einem Verkauf fiele das Gelände von 7,5 Hektar nach Vertragsauflösung an den Staat zurück. Deshalb soll es am „Kaselskopf“ keinen Verkauf geben.

Im „Mörlestal“ könne Geld gutgemacht werden, weil das 7,4 Hektar große Gelände rund 129 000 Euro einbringen würde. Dort wurde in den letzten 15 Jahren kein Holz verkauft. „Die Gemeinde bleibt Eigentümer und wir haben die Hand drauf“, erklärte Ortsbürgermeister Heino Schuck. Zudem könne die Nachbargemeinde Nünschweiler auch daran teilhaben. Mit einer Enthaltung wurde der Entschluss gefasst.

Das Geld werde gebraucht, da an der Einfahrt zum geplanten Einkaufsmarkt ein Bürgermobilzentrum entstehen soll. Es soll als Station für den Bürgerbus dienen, zudem könnte diese die Poststelle aufnehmen, auch weil sie dann barrierefrei zu erreichen ist. Der Bürgermeister könne dort seine Sprechstunden abhalten, anstatt im Rathaus, das nicht barrierefrei ist und dessen Treppen für ältere Bürger eine große Anstrengung seien. Eine Ladestation für Elektroautos sei ebenfalls geplant. Mit dem Investor ist die Planung mit schlüsselfertiger Übergabe vereinbart. Der Glaspavillon werde etwa 69 000 Euro kosten, insgesamt beläuft sich die Kostenschätzung auf rund 90 000 Euro. „Es ist kein Prestige, sondern es ist für unsere Leute“, wies Schuck darauf hin, dass von dem Verkauf des Waldes also noch Geld übrig bleibt.



„Die Bürger können innerhalb des Ortes den Bus für die Einkäufe oder Wege zum Arzt oder Friseur anrufen oder einfach nur, um die Freundin oder Freund im Café zu treffen“, stellte Schuck das Projekt Bürgerbus vor. Das Gefährt soll Bürger zur vereinbarten Zeit abholen und wieder nach Hause bringen. Das Angebot sei kostenfrei für die Bürger, eine Erweiterung in andere Orte ist nicht geplant. Der Bus wird im Rahmen des Kommunalleasings angeschafft, es soll auch ein Kauf durchgerechnet werden. Ebenso sollen Zuschüsse und Sponsoren angefragt werden. Das Vorhaben wurde einstimmig beschlossen unter der Voraussetzung, dass der Einkaufsmarkt kommt.