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„Kleiner Grumbeeremarkt“
Ein Bilderbuch-Landmarkt

Auf der 500 Meter langen Marktmeile kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz.
Auf der 500 Meter langen Marktmeile kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. FOTO: Norbert Schwarz
Herschberg. Zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten gab es beim „kleinen Grumbeeremarkt“ der VG Thaleischweiler-Wallhalben. Von Norbert Schwarz

Was sich die Optimisten nur in ihren kühnsten Träumen erhofften, wurde beim dritten Landmarkt in Herschberg Wirklichkeit. Helfer wie Marktbeschicker auf der einen und Dorfbewohner mit auswärtigen Gäste auf der anderen Seite waren mit dem Verlauf des Landmarktes, der zugleich „Kleiner Grumbeeremarkt“ der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben war, am Sonntag restlos zufrieden.

Am Schluss waren sich alle in der Einschätzung einig: ein Bilderbuch-Landmarkt, wie dieser schöner nicht hätte sein können. Ja, dieser Landmarkt war ein Erfolg der ganz besonderen Art. Die Sonne strahlte bereits, als die vielen Ehrengäste mit Marktgräfin Sophie Wilhelm an der Spitze die ersten Besucher willkommen hießen. Nicht anders Verbandsbürgermeister Thomas Peifer und Kreisbeigeordneter Christof Reichert, die hervorhoben, dass hinter alle dem viel ehrenamtliches Engagement stehe. Dass dieses Großereignis auf der Sickingerhöhe schon dadurch belohnt werde, dass Petrus diesmal Einsehen mit allen Feiernden habe, ist fast schon überflüssig zu erwähnen.

Neben diesen optimalen Randerscheinungen, die aber doch als beeinflussender Faktor für einen solchen Landmarkt entscheidend sind, hatten die vielen Helfer aus den Vereinen alle Vorkehrungen getroffen. „Das ging alles ratzfatz“, sagte Hanno Strufe vom Schützenverein, der mit dem typischen Feiertagsgericht Rindfleisch und Meerrettich die Besucher lockte und damit einen Volltreffer landete. Jedenfalls war eine Stunde nach Mittagszeit bereits nichts mehr zu bekommen.



Schlangestehen war meistens angesagt, gleich ob beim Stand der Herschberger Narren, wo die vielen Flammkuchen ihre Duftnote hinterließen, oder den Obst- und Gartenbaufreunden, wo ein radgroßer Schwenker sich dauernd hin und her bewegte, damit die Steaks perfekt zubereitet allen mundeten. Selbst das Kuchenbuffet der Landfrauen wurde schon früh eröffnet, denn die Riesenauswahl an handgemachten Kuchen, Böden und Torten war für viele Marktbesucher eine ganz besondere Verlockung. „Mensch, könnte ich nicht auch noch das Rezept für die Torte von euch bekommen“, war nicht selten zu hören, und die vielen Helferinnen gelobten augenzwinkernd, das in zwei Jahren vielleicht als zusätzlichen Service anzubieten.

Aber nicht allein der „Gaumenfahrplan“ war beim Landmarkt stimmig. 40 weitere Marktbeschicker fanden auf der mehr als 500 Meter langen Marktmeile einen Standort und ließen echtes Marktflair aufkommen. Aus dem nordwestlichen Zipfel von Rheinland-Pfalz kam Korbmacher Peter Bur angereist, demonstrierte nicht allein die nur noch wenig verbreitete Kunst des Korbflechtens und verbuchte einen guten Absatz.

Bei Kartoffelbauer Klaus Bößhar war es ähnlich. Nur, dass dort eine wahre orangefarbene Kürbisflut die großen und kleinen Besucher lockte. Alle Hände voll zu tun hatten dort zudem die Erzieherinnen des örtlichen Kindergartens, weil sie viele Kinderherzen beim Gesichterschminken oder dem Kürbisbemalen höher schlagen ließen.

Auch musikalisch war einiges geboten. Die Blasmusikanten aus Bann sorgten für einen schmissigen Auftakt und vom frühen Nachmittag bis zum Abend hin wusste das neunköpfige Bläserensemble von den Moosalbtalmusikanten mit seinem Auftritt für Furore zu sorgen.