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Wallhalben
Christine Burkhard tritt statt Martin an

 Christine  Burkhard
Christine Burkhard FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. Die Freien Wähler in Wallhalben wollen mit der 49-jährigen Laborantin den Bürgermeistersitz verteidigen. Von Norbert Schwarz

(cos) Es ist entscheiden: Die 49-jährige Christine Burkhard, schon jetzt Ortsbeigeordnete in Wallhalben, wird an Stelle des langjährigen Ortsbürgermeister Berthold Martin für die Freie Wählergemeinschaft (FWG) als Bürgermeister-Kandidatin antreten. Die Entscheidung darüber fiel am Freitagabend bei einer entsprechenden Nominierungssitzung im Ludwig-Katz-Haus einstimmig.

Christine Burkhard, Beschäftigte im öffentlichen Dienst: „Ich konnte reichlich Erfahrung als Ortsbeigeordnete in den letzten fünf Jahren sammeln. Jetzt heißt es, die Wähler mit Argumenten für die Wahl meiner Person zu überzeugen und das werde ich mit ganzer Kraft und viel Herz tun. Es muss nicht allein das, was wir als Ort in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben, erhalten werden, wir wollen unseren Heimatort weiter nach vorn bringen und dazu bedarf es vieler Anstrengungen.“ Die Mitarbeiterin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Regionalstelle für Wasser-, Boden- und Abfallwirtschaft in Kaiserslautern, arbeitet dort im Labor seit fast 30 Jahre als Laborantin. Aus einem Dreimädelhaus stamme sie, sagt die mögliche Nachfolgerin von Berthold Martin und bezeichnet sich selbst als „echtes Wallwer Mädel“.

Für die Mitarbeiter in der Kommunalpolitik warb sie Berthold Martin selbst. Schon im ersten Jahr der Ratszugehörigkeit wurde Christine Burkhard 2004 Ortsbeigeordnete. In den Jahren 2009 bis 2014 waren diese Ehrenämter an CDU und SPD abgegeben worden. Doch seit den Wahlen 2014 bekleidete Christine Burkhard erneut das Ehrenamt der ersten Ortsbeigeordneten ihrer Heimatgemeinde. „Die Arbeit macht Spaß, ich liebe den Kontakt zu den Mitbürgern. Gleich ob jung oder alt. Das Auflebenlassen des alten Kerwebrauches mit Kerwestrauß und Straußbuben lag mir sehr am Herzen und letztes Jahr hatte ich es geschafft. Am Ludwig-Katz-Haus wurde eine Rede geschwungen, hängt wieder der Kerwestrauß“, sagt die Kandidatin, die zusammen mit Ratskollegin Heidrun Steinfurth schon seit mehr als einem Jahrzehnt eine überaus aktive Seniorenarbeit betreibt. Die Mutter zweier erwachsener Kinder, die sich seit mehr als zehn Jahren im Jugendhilfeausschuss des Landkreises Südwestpfalz  einbringt, möchte, dass die Mitbürger näher zusammenrücken, für die Dorfgemeinschaft wieder mehr Zeit aufbringen. Mit aller Macht will sie sich mit den verantwortlichen Ratsmitgliedern dafür einsetzen, dass Wallhalben weiterhin ein Grundzentrum bleibt und hat dafür klare Gründe: „Wer aus unserem Dorf nicht über kommunalpolitische Erfahrung verfügt, meint vielleicht, warum ist das erstrebenswert? Doch das ist es, denn mit der Auszeichnung Grundzentrum sind mehr Schlüsselzuweisungen verknüpft. Das Geld brauchen wir in der Gemeindekasse, damit wir die Infrastruktur unseres Ortes weiter ausbauen können. Wir müssen weiter aktiv für jungen Familien bleiben, versuchen junge, gut ausgebildete Menschen im Ort zu halten. Deshalb müssen wir immer wieder auf einen weiteren Ausbau unserer Infrastruktur pochen“. Über sieben Sitze verfügte die FWG im 12-köpfigen Ratsgremium von Wallhalben. Diese Zahl will man halten.