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33-Jähriger starb durch Schüsse

Das Hausinnere ist praktisch völlig ausgebrannt. Foto: Norbert Schwarz
Das Hausinnere ist praktisch völlig ausgebrannt. Foto: Norbert Schwarz FOTO: Norbert Schwarz
Rieschweiler-Mühlbach. Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Freitag bestätigt: Die Schüsse, an denen ein 33-Jähriger gestorben ist, sind aus der in dem ausgebrannten Wohnhaus gefundenen Waffe gefallen. Sein 77-jähriger Großvater ist schwer verletzt, war am Freitag aber nicht in Lebensgefahr. Guido Glöckner

Die Polizeidirektion Pirmasens und die Staatsanwaltschaft Zweibrücken haben am Freitag bestätigt, dass der 33-jährige Mann, der nach dem Brand in der Hauptstraße in Rieschweiler-Mühlbach tot in einem Mehrfamilienhaus gefunden wurde (wir berichteten), an einer Schussverletzung gestorben ist.

Die Obduktion des Mannes, der zusammen mit seinem 77-jährigen Großvater in dem ausgebrannten Wohnhaus gelebt hatte, durch die Gerichtsmedizin und die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei haben ergeben, dass sich der Enkel erschossen hat.

Die tödlichen Schüsse wurden nach einer ersten Einschätzung der Kriminaltechnik mit der Waffe, die neben dem Mann gefunden wurde, abgegeben. Weitere kriminaltechnische und rechtsmedizinische Untersuchungen werden durchgeführt, haben Polizei und Staatsanwaltschaft angekündigt, um noch mehr Klarheit über die Vorgänge in der Nacht zum Donnerstag zu erhalten. Bei den am Freitag veröffentlichten Ergebnissen handele es sich lediglich um vorläufige Bewertungen und erste Erkenntnisse.

Die Ermittler gehen auch davon aus, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Sie wollen sich zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht endgültig festlegen, dass der 33-jährige Mann dafür verantwortlich ist. Der Zusammenhang zwischen der Brandstiftung und dem Selbstmord müsse durch weitere Untersuchungen noch geprüft und bestätigt werden, ebenso sei die genaue Brandursache zu ermitteln. Dies werde noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Am frühen Donnerstag, um 0.30 Uhr, war die Feuerwehr alarmiert worden, weil das zweistöckige Wohnhaus in der Rieschweiler Hauptstraße brannte. Beim Eintreffen der Löscheinheiten - insgesamt waren 95 Feuerwehrleute im Einsatz - stand der 77-jährige Hausbewohner im oberen Stockwerk am Fenster und rief um Hilfe. Feuerwehrleute retteten ihn über Steckleitern mit schweren Brandverletzungen und einer Rauchgasvergiftung. Er wurde in eine Spezialklinik in Ludwigshafen gebracht (wir berichteten). Am Freitag informierte die Polizei , dass er außer Lebensgefahr ist.