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Prostitution
Verein Solwodi fordert strengeres Prostitutionsgesetz

Mainz. Die Veranstalter eines „Weltkongresses gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen“ fordern strengere Regelungen für Prostitution in Deutschland. Der Verein Solwodi sprach sich vor seiner Tagung in Mainz für ein generelles „Sexkaufverbot“ aus.

Bei einer solchen Regelung machten sich Freier per se strafbar, wenn sie die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nehmen. Dieses „Nordische Modell“ existiere bereits seit einigen Jahren in Schweden, Island und Norwegen. Seit 1999 hätten sich immer mehr europäische Länder dem Modell angeschlossen, zuletzt Frankreich und Irland. Deutschland hingegen verdiene sich mit mehr als einer Million Freiern pro Tag den Ruf, das „Bordell Europas“ zu sein, sagte Solwodi-Vereinssprecherin Lea Ackermann.