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Jubiläum
Stadt und katholische Kirche feiern 1000 Jahre Wormser Dom

 Blick in den Dom von Worms. Der Kirchenbau wird im kommenden Jahr 1000 Jahre alt.
Blick in den Dom von Worms. Der Kirchenbau wird im kommenden Jahr 1000 Jahre alt. FOTO: dpa / Foto: Fredrik Von Erichsen/dpa
Worms. Worms (dpa) Unter dem Schlagwort „Aufgeschlossen“ feiert Worms im kommenden Jahr das 1000-jährige Jubiläum der Weihe seines Doms. Geplant sind unter anderem eine spektakuläre Lichtinstallation, Konzerte sowie Ausstellungen und Festgottesdienste, wie Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) am Freitag gemeinsam mit Würdenträgern der katholischen Kirche berichtete. Die Kirche wolle sich als aufgeschlossen, lebendig und zukunftsorientiert präsentieren, sagte Propst Tobias Schäfer.

(dpa) Unter dem Schlagwort „Aufgeschlossen“ feiert Worms im kommenden Jahr das 1000-jährige Jubiläum der Weihe seines Doms. Geplant sind unter anderem eine spektakuläre Lichtinstallation, Konzerte sowie Ausstellungen und Festgottesdienste, wie Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) am Freitag gemeinsam mit Würdenträgern der katholischen Kirche berichtete. Die Kirche wolle sich als aufgeschlossen, lebendig und zukunftsorientiert präsentieren, sagte Propst Tobias Schäfer.

Der Dom wurde am 9. Juni 1018 eingeweiht, mit dabei war Kaiser Heinrich II. Gemeinsam mit dem Mainzer und dem Speyerer Dom zählt der Wormser Bau nach Angaben der Stadt zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Kirchenbaukunst. In seinem Inneren fanden im Lauf der Zeit mehrere bedeutende Ereignisse statt, darunter der Reichstag zu Worms, bei dem Martin Luther 1521 Kaiser Karl V. gegenüber stand.

Das Kirchenschiff in Worms wurde mehrmals grundlegend umgebaut, vom 1018 geweihten Bau sind heute nur noch einige Teile erhalten. Nach größeren Bauarbeiten wurde der Dom im zwölften Jahrhundert erneut geweiht.



Eröffnet wird das Jubiläumsjahr am 28. Januar mit einem Festgottesdienst. 2018 soll das Bauwerk fünf neue Glocken erhalten, so dass dann ein insgesamt achtstimmiges Domgeläut erklingen kann. Wie teuer die Feier wird, konnte am Freitag weder von der Stadt noch von der Kirche beziffert werden.

Der künftige Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sagte in einer Videobotschaft, die religiöse Bedeutung des Gotteshauses reiche in die Gegenwart und darüber hinaus. Dies greife auch das Schlagwort „Aufgeschlossen“ auf: Eine aufgeschlossene Kirche stehe dafür, dass Menschen zueinander fänden. „Wir stehen auf diesem Fundament“, sagte Kohlgraf.

(dpa)