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Bußgelder drohen
Spaß-Fahrzeuge können Ärger machen

Ein Junge ist auf diesem Foto mit einem sogenannten Hoverboard auf einer Straße unterwegs.
Ein Junge ist auf diesem Foto mit einem sogenannten Hoverboard auf einer Straße unterwegs. FOTO: dpa / Swen Pförtner
Koblenz. Motorisierte Longboards und Co. sind im öffentlichen Raum nicht erlaubt. dpa

(dpa) Die Fahrer stehen auf einem rollenden Brett oder auf zwei kleineren Flächen links und rechts von einem einzelnem Rad. Immer mal wieder sind motorisierte Longboards, Hoverboards und Monowheels auf rheinland-pfälzischen Straßen unterwegs, wie Martin Velten von der Polizei Koblenz mitteilt. Erlaubt ist das freilich nicht.
Trotzdem werben manche Händler und Hersteller damit, ein Monowheel sei ideal für die Geschäftsfrau für den Weg ins Büro oder zum Erkunden einer Großstadt. E-Longboards werden als flexible Alternative zum Radeln angepriesen.
„Fahren darf man damit wirklich nur auf dem Privatgelände“, betonte Velten. Oder auf einem abgesperrten Areal. Das könne beispielsweise ein Supermarktparkplatz sein, der sonntags mit einer Schranke für Autos gesperrt sei. Für Parkplätzen ohne Schranke gelte das nicht. Auch Fußgängerzonen seien tabu, weil sie zum öffentlichen Straßenverkehr gehörten.

Im Koblenzer Stadtgebiet zog die Polizei kürzlich zwei Kinder auf Hoverboards aus dem Verkehr. Die beiden seien völlig überrascht gewesen, dass sie mit ihrem Gefährt nicht auf die Straße dürften, erklärten die Beamten. Einem erwachsenen Südpfälzer wurde Mitte Juni sein Spaß-Fahrzeug zum Verhängnis. Die Polizei ertappte den 25-Jährigen auf einem elektrisch angetriebenen Longboard auf einer Straße mit Tempo 25 bis 30. Der junge Mann gab an, sein Fahrzeug schaffe sogar fast Tempo 40 und bewältige Steigungen bis 30 Grad. Die Beamten teilten seine Begeisterung nicht.

Da Hoverboards, E-Longboards und Monowheels schneller als sechs Stundenkilometer fahren können, gelten sie laut Velten als Kraftfahrzeug und brauchen eine Zulassung. Das Problem: Die Spaß-Fahrzeuge seien nicht verkehrstauglich und würden nicht zugelassen.



Außerdem brauche der Fahrer für die Spaß-Vehikel einen Pkw-Führerschein. Kinder dürften also nicht aufsteigen; es sei denn, sie fahren damit etwa nur auf dem heimischen Hof, sagte Velten.