| 23:14 Uhr

Kalksteinplatten porös
Schutz vor herabfallenden Platten: Mainzer Rathaus bekommt Netz

Ein Schutznetz hängt nun am Mainzer Rathaus.
Ein Schutznetz hängt nun am Mainzer Rathaus. FOTO: Doreen Fiedler / dpa
Mainz. Zum Schutz vor möglicherweise herabfallenden Platten werden Netze um das denkmalgeschützte Mainzer Rathaus gespannt. In den vergangenen Monaten verhinderten Bauzäune, dass Fußgänger zu nah an das Gebäude kommen. Zuvor hatten Experten festgestellt, dass die grauen Kalksteinplatten porös sind und sich einzelne Stücke lösen könnten. Um die Bevölkerung zu schützen, werden in den kommenden Tagen nun breite Fangschutznetze angebracht, sagte eine Stadtsprecherin am Freitag.

Zum Schutz vor möglicherweise herabfallenden Platten werden Netze um das denkmalgeschützte Mainzer Rathaus gespannt. In den vergangenen Monaten verhinderten Bauzäune, dass Fußgänger zu nah an das Gebäude kommen. Zuvor hatten Experten festgestellt, dass die grauen Kalksteinplatten porös sind und sich einzelne Stücke lösen könnten. Um die Bevölkerung zu schützen, werden in den kommenden Tagen nun breite Fangschutznetze angebracht, sagte eine Stadtsprecherin am Freitag.

Das Rathaus wurde von dem renommierten dänischen Architekten Arne Jacobsen und seinem Partner Otto Weitling entworfen und 1970 bis 1973 erbaut. Im Volksmund wird der Bau am Rhein auch Beamtengefängnis genannt, weil vor den Fenstern große Rastergitter angebracht sind. Die nun poröse Fassade ist bekleidet mit dem grauen Naturstein Porsgrunn aus Norwegen.

Das Rathaus befindet sich laut Stadtverwaltung in einem „sanierungsbedürftigen Zustand“. Es bestünden „erhebliche technische, energetische und bauliche Mängel“. Das Budget für die Sanierung beträgt 50 Millionen Euro. Fachingenieure erklärten, dass das nicht reichen werde. Nun wird überlegt, das Rathaus aufzugeben und mit der Stadtverwaltung umzuziehen. Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) empfiehlt einen Bürgerentscheid über die Sanierung.



(dpa)