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Polizei befreit Kind an Goldene Bremm
Schreck für Mutter: Zweijähriger in Auto an Tankstelle eingesperrt

Saarbrücken. Beamte der Bundespolizei haben am Sonntag einen zweijährigen Jungen an einer Tankstelle in Saarbrücken aus einem verschlossenen Auto gerettet, um ihn vor dem Hitzetod zu bewahren.

Wie Dieter Schwan, Sprecher der Bundespolizei in Bexbach, am gestrigen Montag gegenüber unserer Zeitung erklärte, war der Mutter an der Goldenen Bremm bei einer Außentemperatur von 33 Grad Celsius ein Missgeschick passiert: „Während des Tankvorganges verschloss sich das Fahrzeug, der Schlüssel und ihr zweijähriges Kind befanden sich im Innern des Autos.“ Hilflos habe die Mutter vor dem Pkw gestanden. Alle Versuche, das Auto zu öffnen, misslangen der jungen Frau.

Nach rund 20 Minuten riefen die Tankstellenbetreiberin und die Mutter schließlich die Bundespolizei an und baten um Hilfe. „Unsere Leute waren eine Minute später vor Ort. Das Kind hatte schon einen roten Kopf, es weinte aber nicht. Die Kollegen entschieden, nicht mehr die Feuerwehr anzurufen, um die Tür fachmännisch öffnen zu lassen, sondern sofort selbst zu handeln“, berichtete Schwan gestern. Die Beamten sprachen ihr Vorgehen mit der Mutter ab und legten eine Decke über die hintere Fahrzeugscheibe, um sie dann mit einem Schlagstock einzuschlagen. Unversehrt übergaben die Polizisten das Kind der Mutter. Sie versorgte es umgehend mit Flüssigkeiten und einem kühlen Tuch. Schwan: „Am Ende ging die Sache sehr glimpflich aus. Mutter, Kind und Kollegen waren froh, dass lediglich eine zerbrochene Autoscheibe als Schaden blieb.“

Zwei ganz ähnliche Vorfälle hatten sich erst im Mai dieses Jahres und im September vergangen Jahres in Riegelsberg und in Saarbrücken ereignet. Die Mütter hatten sich ebenfalls aus den Autos ausgesperrt, während ihre Kinder im Inneren ausharren mussten. Beide Male ging es aber auch gut aus.



(ko)