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Dreyer besucht rheinland-pfälzisches Partnerland Ruanda
Dreyer und Kagame wollen Zusammenarbeit ausbauen

Kigali. Ruanda ist das Partnerland von Rheinland-Pfalz. Vor Ort führte Regierungschefin Dreyer fünf Tage lang Gespräche und besuchte Hilfseinrichtungen.

Auf ihrer Reise durch das Partnerland Ruanda hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) überraschend auch den Staatspräsidenten Paul Kagame getroffen. Beide hätten am Dienstagabend in der Landeshauptstadt Kigali ihr Engagement zur Stärkung und zum Ausbau der Beziehungen der beiden Länder bekräftigt, erklärte eine Regierungssprecherin. „Wir werden die Zusammenarbeit in Bildung und Wissenschaft weiter ausbauen“, habe Dreyer erklärt. Die Regierungschefin habe Fortschritte bei Wirtschaftswachstum und Gleichberechtigung gelobt, sich aber zugleich für mehr Pluralität im Land ausgesprochen. Schon zuvor hatte sich Dreyer deutlich für mehr Meinungsfreiheit eingesetzt.

Kagame habe betont, dass die Unterstützung aus Rheinland-Pfalz sehr wichtig sei für die Entwicklung seines Landes. Bildung sei der Schlüssel für eine gute Zukunft. Menschen aus Ruanda, die in Deutschland studiert hätten, bekleideten heute an vielen Stellen wichtige Positionen im Land. Als vorrangigstes Ziel habe Kagame den Kampf gegen Armut genannt.

Dreyer absolvierte eine fünftägige Ruanda-Reise, ihre erste Reise in das Partnerland als Regierungschefin. Zum Abschluss standen am Mittwoch unter anderem die Eröffnung einer Tagung des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) sowie der Besuch eines Straßenkinderprojekts auf dem Programm.



Der Schwerpunkt lag auf politischen Gesprächen. Dreyer traf sich auch mit der Sprecherin der Abgeordnetenkammer, Donatille Mukabalisa, und Senatspräsident Bernard Makuza. Sie eröffnete zudem einen Kindergarten und ein „Westerwelle Startup-Haus“ in Kigali. Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und dem afrikanischen Land besteht seit 1982.

Dreyer betonte, Afrika profitiere deutlich mehr von einem Austausch in Bildung, Wissenschaft und Investitionen in die Wirtschaftsentwicklung als von rein finanziellen Zuwendungen. Ihre Reise habe auch deshalb unter dem Motto „Voneinander lernen“ gestanden. Ein Austausch auf Augenhöhe sei ein wichtiger Schritt, um Fluchtbewegungen in Afrika zu vermeiden.