| 23:42 Uhr

Protest gegen Kriegsdrohnen-Einsatz
Ramstein-Gegner wollen Tore der Air Base in der Westpfalz blockieren

Kaiserslautern. Die Kritiker des US-Militärflugplatzes Ramstein in der Pfalz wollen ihre jährliche Protestaktion vor der Air Base in diesem Jahr ausweiten. Nach einer große Demonstration am 30. Juni sei erstmals geplant, das West- und das Osttor des Flugplatzes zu blockieren, sagte ein Vertreter des Aktionsbüros Ramstein-Kampagne gestern in Kaiserslautern. „Wir wollen versuchen, beide Tore dicht zu machen.“ 450 Menschen hätten sich bereits zu dieser Aktion des zivilen Ungehorsams angemeldet.

Die Kritiker des US-Militärflugplatzes Ramstein in der Pfalz wollen ihre jährliche Protestaktion vor der Air Base in diesem Jahr ausweiten. Nach einer große Demonstration am 30. Juni sei erstmals geplant, das West- und das Osttor des Flugplatzes zu blockieren, sagte ein Vertreter des Aktionsbüros Ramstein-Kampagne gestern in Kaiserslautern. „Wir wollen versuchen, beide Tore dicht zu machen.“ 450 Menschen hätten sich bereits zu dieser Aktion des zivilen Ungehorsams angemeldet.

Mit den Aktionen soll gegen die Rolle der Air Base beim Einsatz von Kriegsdrohnen protestiert werden. Im Dezember 2016 hatte das Auswärtige Amt im Bundestag berichtet, die US-Botschaft habe erstmals eingeräumt, dass Relaisstationen in Ramstein zur Weiterleitung von Signalen für Drohnenangriffe in Asien und Afrika verwendet würden.

Vor der geplanten Blockade sollen die Demonstranten aus zwei Richtungen auf die zur Air Base führende Straße laufen. Dort ist am Denkmal für die Opfer der Flugtagkatastrophe, die sich im August zum 30. Mal jährt, eine Zwischenkundgebung geplant. Auf der Abschlusskundgebung sollen unter anderem der Theologe Eugen Drewermann und die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, sprechen. 5000 Menschen werden zu der Demonstrationen erwartet.



2017 hatten die Demonstranten eine Menschenkette gebildet, an der sich nach ihren Angaben 5000 Menschen beteiligten. Die Demonstration ist Höhepunkt einer Protestwoche vom 23. Juni bis zum 1. Juli.