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Blaulicht
Warum die Polizei mehrmals zu Schwimmbädern ausrücken musste

 I m Wadgasser Freibad herrschte am Wochenende Hochbetrieb.
I m Wadgasser Freibad herrschte am Wochenende Hochbetrieb. FOTO: Ruppenthal
Saarlouis. Fünf Freibäder im Landkreis Saarlouis mussten wegen Überfüllung Badegäste abweisen Von

In der teils unerträglichen Hitze des vergangenen Wochenendes haben tausende Saarländer Abkühlung in den Freibädern gesucht. Einige Bäder mussten zeitweise ihre Kassen schließen, weil sie dem Besucherandrang nicht mehr gewachsen waren.

In den Warteschlangen bekam einigen die Hitze aber offenbar nicht gut, denn an den Kassenhäuschen kam es zu Konflikten. Allein im Raum Saarlouis musste die Polizei zwölf Mal ausrücken, wie die Polizeiinspektion Saarlouis gestern mitteilte.

Die Freibäder in Saarlouis-Steinrausch, Wallerfangen, Wadgassen, Ensdorf und Überherrn nahmen zeitweise keine Besucher mehr auf. Die Polizei wurde verständigt, nachdem sich an den geschlossenen Kassen lange Schlangen gebildet hatten und es Konflikte mit dem Personal der Bäder gab.



Zum Teil mussten die Bediensteten der Bäder sich den Unmut der abgewiesenen Besucher gefallen lassen, es kam aber auch zu Verständigungsproblemen mit französischen Gästen. In einigen Fällen haben sich abgewiesene Badegäste über die Zäune illegal Zugang zu den Bädern verschafft oder dies versucht. Die Polizei weist darauf hin, dass das unbefugte Betreten eines Schwimmbades den Straftatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllen kann. Ein Hausverbot für das Schwimmbad sei regelmäßig zusätzlich die Folge. Vielfach hielten sich Badbesucher auch nicht an die Verkehrsregeln auf den Zufahrtsstraßen und Parkplätzen.

Am Samstag gegen 17.30 Uhr kam es zudem nach einer Auseinandersetzung von Badegästen mit dem Sicherheitspersonal im Eingangsbereich des Schwimmbades Saarlouis-Steinrausch zu einer Körperverletzung. Das Opfer musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Die Beamten der Polizeiinspektion Saarlouis versuchten nach eigenen Angaben, die jeweilige Situation zu beruhigen, was ihren Aussagen zufolge größtenteils gelang. Nur in einigen wenigen Fällen seien polizeiliche Maßnahmen wie die Feststellung von Personalien, Platzverweise oder die Einleitung von Straf- oder Ordnungswidrigkeitsverfahren erforderlich gewesen.

Die Polizei Saarlouis empfiehlt, sich insbesondere an heißen Tagen über die Medien zu informieren, welches Freibad wegen Überfüllung geschlossen ist.

„Um gefährliche Situationen im Umfeld der Schwimmbäder zu vermeiden, sollte den Anweisungen des Personals unbedingt Folge geleistet werden“, heißt es weiter.