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Grausame Tat
Neustädterin getötet – Ex-Freund verdächtigt

Der Tatverdächtige flüchtete zunächst, konnte dann aber von der Polizei festgenommen werden.
Der Tatverdächtige flüchtete zunächst, konnte dann aber von der Polizei festgenommen werden. FOTO: dpa / Klaus-Dietmar Gabbert
Neustadt an der Weinstraße. Eine 19 Jahre alte Frau ist in Neustadt getötet worden. Tatverdächtig ist ihr Ex-Freund. Schon im April wurde er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er die Frau geschlagen und gewürgt hatte.

Das Leben einer jungen Frau hat in Neustadt an der Weinstraße ein brutales Ende gefunden. Polizeibeamte fanden sie in der Nacht zum Dienstag tot im Flur eines Wohnhauses. Kurz nach 23 Uhr war die Polizei über einen Streit in dem Mehrfamilienhaus informiert worden. Als die Beamten anrückten, war die 19-Jährige bereits tot.

Neben ihr saß ein 42 Jahre alter Bewohner, der verletzt war. Ersten Ermittlungen zufolge wollte er der Frau helfen, wurde dabei aber von dem mutmaßlichen Angreifer verletzt. Als tatverdächtig gilt der 22 Jahre alte Ex-Freund der jungen Frau, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am gestrigen Dienstag mitteilten. Der Mann flüchtete zunächst, wurde aber kurze Zeit später von der Polizei festgenommen. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Berichte, wonach der Mann mit einem Messer zugestochen haben soll, wollte Hubert Ströber von der Staatsanwaltschaft Frankenthal zunächst nicht kommentieren. Eine rechtsmedizinische Untersuchung sei zeitnah geplant, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt. Ersten Ermittlungen zufolge sollen sich die 19 Jahre alte Frau und ihr Ex-Partner gestritten haben. Dabei soll der 22 Jahre alte Mann – ein in Deutschland geborener Türke – die Frau getötet haben, hieß es.



Der Verdächtige sollte gestern dem Haftrichter vorgeführt werden. Wie die Staatsanwaltschaft den Antrag auf einen Haftbefehl begründen will – etwa mit dem Verdacht auf Mord oder auf Totschlag – war zunächst offen. Wie Hubert Ströber sagte, wurde der Tatverdächtige bereits am 27. April wegen Körperverletzung rechtskräftig verurteilt. Weil er die nun getötete Ex-Freundin geschlagen und gewürgt hatte, verurteilte ihn das Amtsgericht in Neustadt zu einer Haftstrafe. Die Strafe von einem Jahr und zehn Monaten war zur Bewährung ausgesetzt.

Damals schon, als er die – laut Staatsanwaltschaft – in Polen geborene Frau auf brutale Weise angegangen hatte, seien beide kein Paar mehr gewesen, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Ob der Tatverdächtige nach seiner damaligen Verurteilung bestimmte Auflagen zu erfüllen hatte – also ob er beispielsweise einen bestimmten räumlichen Abstand zu seiner Ex-Freundin einzuhalten hatte – blieb gestern zunächst unklar.