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Mehr Polizeipräsenz gefordert
Neunkircher OB: Bürger fühlen sich nicht mehr sicher

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Symbolfoto: dpa FOTO: dpa / Friso Gentsch
Neunkirchen. Der Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD) hat die Sicherheitsdebatte um die Städte im Saarland neu entfacht. Der Rathauschef, seit Oktober im Amt, hat sich in einem Brief an Innenminister Klaus Bouillon (CDU) gewandt. Von Tobias Fuchs

Der Anlass sind zwei Raubüberfälle auf Frauen im Zentrum der zweitgrößten Stadt des Saarlandes. Zwar sei die Zahl der registrierten Straftaten in der Innenstadt im vergangenen Jahr um elf Prozent zurückgegangen, erklärte Aumann. Aber viele Menschen fühlten sich in Neunkirchen nicht mehr sicher. Hier sieht der Sozialdemokrat die Polizei in der Pflicht. Sicherheit könne nur die Vollzugspolizei des Landes gewährleisten, so der Oberbürgermeister. Notwendig erscheine ihm, die Polizeipräsenz in der Innenstadt zu erhöhen – insbesondere am Wochenende.

Aumann ist nicht der erste OB, der sich an Bouillon wendet. Im Sommer hatte Saarlouis’ OB Peter Demmer (SPD) einen „Brandbrief“ an ihn gerichtet (wir berichteten).