| 21:42 Uhr

Nachwirkungen der Unwetterschäden
Nach Unwetter: Deponie ächzt unter Müllbergen

Ein Berg aus 850 Kilogramm Sperrmüll der vom Hochwasser überfluteten Orte ragt auf der Deponie des Abfallwirtschaftszentrums Reibertsbach.
Ein Berg aus 850 Kilogramm Sperrmüll der vom Hochwasser überfluteten Orte ragt auf der Deponie des Abfallwirtschaftszentrums Reibertsbach. FOTO: dpa / Harald Tittel
Birkenfeld. Von Aktenordnern über Rohre bis hin zu Sofas: Schätzungsweise 850 Tonnen Sperrmüll aus Hochwasserorten türmen sich nach der Flutkatastrophe im Kreis Birkenfeld auf der Deponie Reibertsbach bei Reichenbach.

Die fachgerechte Entsorgung der riesigen Menge lässt vorerst auf sich warten. „Sie scheiterte bislang an den begrenzten Müllverbrennungskapazitäten“, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung. 

Erschwert wird die Entsorgung auch durch die Größe des Mülls. Das Material sei selbst für Sperrmüll überdimensioniert. Einiges müsse deshalb erstmal geschreddert werden, was wieder Zeit und Geld koste.

Im Kreis Birkenfeld ließ Starkregen Ende Mai den sonst eher kleinen Fischbach über die Ufer treten. Eine Flutwelle lief durch das Tal und verursachte einen mehrstelligen Millionenschaden. Vor allem die Verbandsgemeinde Herrstein war betroffen.



Um künftigen Unwetterschäden vorzubeugen, soll ein Hochwasserschutzkonzept erstellt werden. Allerdings: „Wenn das nochmal mit einer solchen Wucht kommt, wird man das nicht zurückhalten können. Das Fischbach-Tal ist zu eng, um größere Rückhalteräume für das Wasser zu schaffen“, sagte der Büroleiter der Verbandsgemeinde Herrstein, Klaus Görg.