| 23:16 Uhr

18-jähriger Anstifter soll angeklagt werden
Muss 13-Jähriger als Zeuge zum Wiener Terrorprozess?

Wien. Der unter Terrorverdacht stehende 13-Jährige aus Ludwigshafen muss damit rechnen, in einem Prozess gegen seinen mutmaßlichen 18 Jahre alten Anstifter in Wien aussagen zu müssen. „Grundsätzlich werden Tatverdächtige einvernommen“, sagte gestern Corinna Salzborn, Sprecherin des Landgerichts für Strafsachen Wien. Dazu könne auch der minderjährige Strafunmündige gehören. Ob das mittels Video oder in einer anderen Form passieren werde, sei unklar. Salzborn betonte, dass die Anklage noch nicht rechtswirksam sei, weil der 18-Jährige Einspruch einlegen könne. Deshalb gebe es noch keinen genauen Fahrplan für den Prozess, der vermutlich im Frühjahr beginnen solle.

Der unter Terrorverdacht stehende 13-Jährige aus Ludwigshafen muss damit rechnen, in einem Prozess gegen seinen mutmaßlichen 18 Jahre alten Anstifter in Wien aussagen zu müssen. „Grundsätzlich werden Tatverdächtige einvernommen“, sagte gestern Corinna Salzborn, Sprecherin des Landgerichts für Strafsachen Wien. Dazu könne auch der minderjährige Strafunmündige gehören. Ob das mittels Video oder in einer anderen Form passieren werde, sei unklar. Salzborn betonte, dass die Anklage noch nicht rechtswirksam sei, weil der 18-Jährige Einspruch einlegen könne. Deshalb gebe es noch keinen genauen Fahrplan für den Prozess, der vermutlich im Frühjahr beginnen solle.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 18-jährigen Österreicher mit albanischen Wurzeln wegen des Verdachts der versuchten Anstiftung zum Mord und zu einer terroristischen Straftat Anklage erhoben. Der junge Mann war nach eigener Aussage Anhänger der Terrormiliz IS und soll dem damals Zwölfjährigen eine Anleitung zum Bau einer Bombe geschickt haben, die das Kind auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zünden sollte. Dabei hat sich der Ältere laut Anklage als „Terroristen-Chefkoch“ bezeichnet. Der geplante Selbstmordanschlag scheiterte allerdings, weil es dem Zwölfjährigen nicht gelungen war, einen selbst gebastelten Sprengsatz zu zünden. Die Polizei fand den Sprengsatz im Dezember 2016 hinter einem Gebüsch. Die sichergestellte Nagelbombe bestand aus einem mit
Klebeband umwickelten Gewürzglas, an dem an der Außenseite 41 Nägel befestigt waren. Im Inneren waren weitere elf Nägel deponiert (wir berichteten).

Das Kind kann allerdings aufgrund seines Alters nicht belangt werden. Der Junge, damals erst zwölf Jahre als, ist strafunmündig. Dem 18-jährigen Österreicher mit albanischen Wurzeln und mutmaßlichen Anstifter, der sich in Wien vermutlich ab dem Frühjahr vor Gericht verantworten muss, drohen allerdings bis zu 15 Jahre Haft.



(dpa)