| 22:10 Uhr

Vor allem Saarland betroffen
Mindestens 40 Unfälle wegen Glätte und Schnee

Saarbrücken/Mainz. Blitzeis und Schneefall haben am Freitag den Verkehr in Rheinland-Pfalz und im Saarland stark behindert. Unfälle und Staus sorgten für mehr Frust als Freude über die weiße Pracht. Der Schnee am Nachmittag sorgte dabei für mehr Unfälle, als das der Eisregen am Morgen. Bis 13 Uhr gingen bei den Polizeiinspektionen im Saarland nur sechs glättebedingte Unfälle ein, teilte eine Polizeisprecherin mit.

Blitzeis und Schneefall haben am Freitag den Verkehr in Rheinland-Pfalz und im Saarland stark behindert. Unfälle und Staus sorgten für mehr Frust als Freude über die weiße Pracht. Der Schnee am Nachmittag sorgte dabei für mehr Unfälle, als das der Eisregen am Morgen. Bis 13 Uhr gingen bei den Polizeiinspektionen im Saarland nur sechs glättebedingte Unfälle ein, teilte eine Polizeisprecherin mit.

Mit dem anhaltenden Schneefall erhöhte sich die Zahl der Unfälle rapide. Mindestens 40 Mal hat es am Freitag allein im Saarland gekracht, das besonders von den Auswirkungen des Wetterumschwungs betroffen war: Darunter waren vor allem Auffahrunfälle, sagt die Sprecherin. Dabei sei es vor allem zu Blechschäden gekommen. Mindestens eine Person wurde auf den Schnee- und GlatteisRouten verletzt – ein Postbote stürzte auf einem glatten Gehweg und verletzte sich leicht. Auch Lkw-Fahrer hatten es auf den spiegelglatten Straßen schwer: „Ein paar Lkw sind bei dem anhaltenden Schneefall liegen geblieben“, sagte die Polizeisprecherin.

Am späten Nachmittag stellte die Saarbahn ihren Busbetrieb in der Region Saarbrücken vorübergehend ein. Die Straßenbahnen des Unternehmens waren jedoch weiter unterwegs, wie eine Sprecherin der Stadtwerke Saarbrücken mitteilte. Auch in Saarlouis wurde der Busverkehr eingestellt.



Blitzeis sorgte auch bei der Völklinger Tafel für Probleme. Die Fahrzeuge, die die gespendeten Lebensmittel von den Läden abholen sollten, konnten nicht ausfahren. Deswegen blieb die Ausgabe leer und die Tafel geschlossen.

Für Deutschlands kleinstes Flächenland und Teile des Hunsrücks in Rheinland-Pfalz gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) zeitweise entsprechende Unwetterwarnungen aus. Dort fällt den Angaben zufolge bis zum Sonntag leichter Regen oder Sprühregen, der auf dem kalten Boden zu gefährlichem Eis frieren kann. „Je weiter wir nach Südwesten kommen, desto wahrscheinlicher wird es“, sagte ein DWD-Meteorologe am Freitag in Offenbach.

Dramatisch sei die Situation jedoch nicht. Denn „auch im Südwesten werden über das Wochenende kaum mehr als fünf Millimeter Niederschlag fallen“.

Am Montag lassen die Niederschläge bereits nach. Die Temperaturen liegen zum Wochenbeginn zwischen sechs und neun Grad, nachts gibt es leichten Frost – „Anfang März ganz normal“, meinte der Wetterforscher.