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Im laufenden Jahr bislang 23 Fälle
Millionenschaden wegen gesprengter Geldautomaten

Ein Kripobeamter sichert im Foyer der Verbandsgemeindeverwaltung Höhr-Grenzhausen Spuren. Unbekannte sprengten hier im Februar einen Geldautomaten.
Ein Kripobeamter sichert im Foyer der Verbandsgemeindeverwaltung Höhr-Grenzhausen Spuren. Unbekannte sprengten hier im Februar einen Geldautomaten. FOTO: dpa / Thomas Frey
Mainz. Ein Gesamtschaden von rund 1,54 Millionen Euro ist in diesem Jahr bis Mitte November bei versuchten oder erfolgten Sprengungen von Geldautomaten in Rheinland-Pfalz entstanden. Im Vergleich dazu hatte der Sachschaden im gesamten Vorjahr bei lediglich rund 875 500 Euro gelegen, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion hervorgeht.

Im laufenden Jahr wurden bis Mitte November 23 Fälle gezählt, darunter 14 tatsächliche und neun versuchte Sprengungen. 2017 waren es ebenfalls insgesamt 23 Straftaten dieser Art gewesen, zwölf Sprengungen und elf versuchte Delikte.

Das Mainzer Ministerium spricht von einem „sicherheitstechnisch komplexen Deliktfeld“. Einzelne Sicherheitsmaßnahmen von Banken, wie etwa Videoüberwachung, Gasspürgeräte oder Farbe, die das Geld unbrauchbar machen sollen, reichten regelmäßig nicht aus, um Sprengungen zu verhindern. „Im Einzelfall bieten selbst umfassende Sicherungsmaßnahmen keinen absoluten Schutz“, schreibt das Ministerium. Das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt (LKA) sei in regelmäßigem Austausch mit Vertretern von Geld- und Kreditinstituten. Eine Gesprächsrunde habe es im März dieses Jahres gegeben. Eine weitere solle im ersten Halbjahr kommenden Jahres folgen.

(dpa)