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Zweiter Angeklagter in Hafenprozess verurteilt

Kaiserslautern. Im Prozess um die Korruptionsaffäre bei den Hafenbetrieben Ludwigshafen (wir berichteten) ist ein Bauunternehmer zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Der 47-Jährige muss außerdem eine Geldstrafe von 36 000 Euro zahlen, wie ein Sprecher des Landgerichts Kaiserslautern gestern sagte

Kaiserslautern. Im Prozess um die Korruptionsaffäre bei den Hafenbetrieben Ludwigshafen (wir berichteten) ist ein Bauunternehmer zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Der 47-Jährige muss außerdem eine Geldstrafe von 36 000 Euro zahlen, wie ein Sprecher des Landgerichts Kaiserslautern gestern sagte. Der Geschäftsführer einer Baufirma war an einem Netzwerk beteiligt, das bei den Hafenbetrieben mit Hilfe überhöhter Rechnungen abkassierte. Der Prozess gegen die beiden Hauptbeschuldigten, den früheren Geschäftsführer und einen Ex-Abteilungsleiter der Hafenbetriebe, geht dagegen weiter. Sie sollen sich von den betrügerischen Unternehmen im großen Stil bestechen haben lassen. Dabei soll den Hafenbetrieben ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein. Das Verfahren gegen den 47-Jährigen war abgetrennt worden. Das Landgericht verurteilte den Mann wegen Beihilfe zur Untreue, Umsatzsteuerhinterziehung und Beihilfe zur Umsatzsteuerhinterziehung, jeweils in mehreren Fällen. Im Strafmaß folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. dpa