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Zwei Wohnungen von "Hells-Angels" im Land durchsucht

Köln/Kalenborn. Neuer Schlag gegen Rocker über Ländergrenzen hinweg: Bei einer groß angelegten Aktion gegen die "Hells Angels" sind gestern auch zwei Wohnungen in Rheinland-Pfalz durchsucht worden. Es handele sich um eine Wohnung in Kalenborn im Kreis Ahrweiler und eine in Simmern im Hunsrück, sagte ein Sprecher der Polizei in Köln

Köln/Kalenborn. Neuer Schlag gegen Rocker über Ländergrenzen hinweg: Bei einer groß angelegten Aktion gegen die "Hells Angels" sind gestern auch zwei Wohnungen in Rheinland-Pfalz durchsucht worden.Es handele sich um eine Wohnung in Kalenborn im Kreis Ahrweiler und eine in Simmern im Hunsrück, sagte ein Sprecher der Polizei in Köln. Insgesamt wurden bei der Aktion unter Federführung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums in Düsseldorf mehr als 30 Objekte durchsucht, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen.

Bereits Ende April war die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gegen die rivalisierende Rockerbande "Bandidos" vorgegangen. Bei dieser Aktion waren mehrere Wohnungen in Neuwied durchsucht worden. Immer wieder war es zu zum Teil tödlichen Auseinandersetzungen mit den "Hells Angels" gekommen (wir berichteten).

Bei dem Einsatz vom gestrigen Donnerstag wurde nach Angaben der Polizei Beweismaterial gesammelt und Vereinsvermögen sichergestellt. Festnahmen habe es nicht gegeben, diese seien aber auch nicht beabsichtigt gewesen. Anders als bei Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen seien in Rheinland-Pfalz keine Spezialeinheiten dabei gewesen, sagte der Sprecher weiter. Konfrontationen seien ausgeblieben.



Das nordrhein-westfälische Innenministerium verbot zudem den Club "Hells Angels MC Cologne". Das Verbot gilt den jüngsten Angaben zufolge auch für einen Unterstützerclub.

Die "Hells Angels" gelten als mächtigster und zugleich mitgliederstärkster Rockerclub der Welt. dpa