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Zehn Jahre Haft nach folgenschwerem Messerangriff

Frankenthal. Knapp sechs Monate nach einer folgenschweren Messerattacke in Ludwigshafen ist ein 26-jähriger Mann zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Frankenthal befand ihn gestern des versuchten Mordes für schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Agentur

Dem gleichaltrigen Opfer und Nebenkläger muss er ein Schmerzensgeld von 100 000 Euro zahlen. Das Opfer ist seit der Bluttat auf den Rollstuhl angewiesen.

Der Angeklagte hatte zum Prozessbeginn am Donnerstag zugegeben, am 11. Juni in einem Berufsbildungszentrum in Ludwigshafen auf das Opfer eingestochen zu haben. Er habe das Messer am Morgen schon mit dem Gedanken eingepackt, einen Menschen damit anzugreifen.

Der Mann hatte am Abend vor der Tat nach eigenen Angaben Gewaltvideos angeschaut und am Morgen zwei bis drei Flaschen Bier getrunken. Im Bildungszentrum habe er dann mit seinem späteren Opfer Amphetamin konsumiert. Als sich dieser einen Joint gedreht habe und ihn nicht habe mitrauchen lassen, habe er von hinten zugestochen. Der Stich traf das Rückenmark des jungen Mannes.