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Bodenrichtwerte
Wo im Landkreis Südwestpfalz das Bauen am teuersten ist

Südwestpfalz. Die meisten Grundstücke im Landkreis Südwestpfalz in den letzten beiden Jahren wurden in der Verbandsgemeinde Rodalben verkauft. Am teuersten ist Bauland in Hauenstein und Dahn. Dies geht aus den aktuellen Bodenrichtwerten hervor, die das Katasteramt erstellt hat.

Die meisten Grundstücke im Landkreis Südwestpfalz in den letzten beiden Jahren wurden in der Verbandsgemeinde Rodalben verkauft. Am teuersten ist Bauland in Hauenstein und Dahn. Dies geht aus den aktuellen Bodenrichtwerten hervor, die das Katasteramt erstellt hat.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte für den Bereich Westpfalz hat die Richtwerte für Wohnbauflächen, gemischte und gewerbliche Bauflächen und landwirtschaftliche Flächen zum 1. Januar 2018 für alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden des Landkreises Südwestpfalz beschlossen.

Ausgangsbasis für die Ermittlung der Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2018 sind die Grundstücksgeschäfte der Jahre 2016 und 2017. Dazu werden alle Kaufverträge ausgewertet und die Ergebnisse in die Kaufpreissammlung eingetragen. Davon waren 234 Verkäufe von Bauplätzen geeignet und wurden für die Ableitung der Bodenrichtwerte herangezogen. Im vorherigen Betrachtungszeitraum waren es 201 Bauplätze, der Umsatz ist damit um mehr als zehn Prozent gestiegen. Bodenrichtwerte stellen für die konkrete Bewertung im Einzelfall nur Anhaltspunkte zur Preisfindung dar.



Während jahrelang die Verkaufspreise in den Neubaugebieten stagniert haben, sind sie aktuell im Landkreis um zehn Prozent gestiegen. In den Mischgebieten sind sie dagegen um fünf Prozent zurückgegangen. Dieser Rückgang ist in der gesamten Westpfalz mit Ausnahme des Landkreises Kaiserslautern festzustellen. Der Umsatz ist recht unterschiedlich in den letzten zwei Jahren. In der Verbandsgemeinde (VG) Rodalben wurden mit 64 Bauplätzen die meisten Verkäufe im Vergleich aller Verbandsgemeinden getätigt, vor zwei Jahren waren es noch 31 Bauplätze. Auch die Wertsteigerung ist mit 15 Prozent am stärksten.

Die VG Dahner Felsenland konnte trotz Steigerung von 34 auf 38 Verkäufe ihren ersten Platz von vor zwei Jahren nicht verteidigen, aber auch hier stiegen die Preise für Wohnbauflächen um elf Prozent.

Die neue Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben bleibt mit 33 Bauplätzen (2016: 30) auf dem dritten Rang, die Steigerung liegt bei fünf Prozent. Es folgen Zweibrücken-Land (30 Bauplätze, plus elf Prozent Preissteigerung), Hauenstein (22, plus elf Prozent) und Pirmasens-Land (20, plus fünf Prozent). Das letztmalige Schlusslicht Waldfischbach-Burgalben steigerte sich von 23 auf 27 Bauplätze und hat eine Preissteigerung von elf Prozent zu verzeichnen.

Die höchsten Grundstückspreise (inklusive Erschließung) werden aktuell in Hauenstein mit 130 Euro pro Quadratmeter und Dahn mit 125 Euro erzielt, es folgen Bechhofen und Contwig mit 115 Euro. Im übrigen Landkreis bewegen sich die Preise zwischen 50 und 70 Euro für Wohngebiete, in den Mischgebieten meist deutlich darunter.

Ausschlaggebend für die Attraktivität und damit auch für den Preis bei Neubaugebieten ist die Lage, Verkehrsanbindung und das Arbeitsplatzangebot.

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