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Wiesbacher Wald bringt ein Plus von 4000 Euro

Wiesbach. Premiere am Montagabend im Gemeinderat. Erstmals ein Forstwirtschaftplan nach der Doppik und Jürgen Leis konnte die Ratsmitglieder auf Anhieb beruhigen. Die Sache sei genau so knifflig wie im gemeindlichen Haushaltsrecht

Wiesbach. Premiere am Montagabend im Gemeinderat. Erstmals ein Forstwirtschaftplan nach der Doppik und Jürgen Leis konnte die Ratsmitglieder auf Anhieb beruhigen. Die Sache sei genau so knifflig wie im gemeindlichen Haushaltsrecht. Von Aufwendungen, Erträgen und Erträgen wird künftig jetzt auch im forstwirtschaftlichen Betrieb die Rede sein und alle Betroffenen müssen sich darauf erst einmal einstellen."Es ändert allerdings nicht an der Grundeinstellung, dass wir in jedem Jahr zumindest mit einer schwarzen Null den Haushalt abschließen wollen", betonte Jürgen Leis und weil dieser seit Jahren glänzend mit den Ratsmitgliedern in der Region zusammen arbeitet, wussten die Versammelten die gemachte Aussage richtig zu interpretieren. Beleg dafür ist zudem die knappe Zwischenbilanz für das noch laufende Wirtschaftsjahr gewesen. Demnach kann der Ort mit einem guten Plus für 2011 rechnen. "Wenn nicht mehr etwas Weltbewegendes dazwischen kommt, können wir mit einem Plus von rund 4000 Euro rechnen." Damit lässt sich ganz locker das leichte Minus aus dem Wirtschaftsjahr 2010 ausgleichen, das nach den Worten des Revierförsters mit einem Minus von 286 Euro endet.

695 Festmeter Nutzholz sollen im kommenden Jahr im rund 100 Hektar großen Gemeindewald eingeschlagen werden. Damit ist der mögliche Hiebsatz von 795 Festmetern noch unterschritten. Fichtennutzholz und solches aus dem Buchenbestand soll eingeschlagen werden. Daneben andere Sorten an Nadelhölzern. Der Brennholzbedarf der Wiesbacher Bürger kann gleichfalls aus dem Gemeindewald befriedigt werden. "Es ist für alle Dorfbewohner Brennholz da." Einnahmen sind im Forstwirtschaftsplan 2012 in Höhe von 38 986 Euro eingeplant. An Aufwendungen und Ergebnissen stehen diesen Einnahmen die Ausgaben in Höhe von 39 776 Euro gegenüber, was rein rechnerisch einen Minusbetrag von 790 Euro ergibt. "Aber das bekommen wir auch noch hin", sagte Jürgen Leis und konnte dabei auf die zurückliegenden Wirtschaftsjahre verweisen. Der Forstwirtschaftsplan wurde einstimmig angenommen und Ortsbürgermeister Emil Mayer (Foto: pma) sicherte dem Revierförster eine weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit zu. "Wir wissen, dass wir bei ihnen in guten, fachlichen Händen sind", so Emil Mayer.cos