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Wiesbach gegen weitere Windräder

Wiesbach. Die Wiesbacher Ortsgemeinderatsmitglieder sagen Nein zur Erweiterung des Windparks von Martinshöhe. Stoppen will der Rat auch die Nutzung des Feldwegs Richtung Martinshöhe durch unberechtigte Verkehrsteilnehmer. cos

Weitere Standortflächen für Windräder will die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau zwischen Martinshöhe und Rosenkopf ausweisen. Der Flächennutzungsplan soll für diesen Teilbereich geändert werden. Bis zur Mitte des vergangenen Monats bereits musste eine Stellungnahme Wiesbachs abgegeben werden. Ortsbürgermeister Emil Mayer trug vorsorglich Bedenken vor. Bürgerbeschwerden wegen Lärm waren bereits in der Vergangenheit an ihn herangetragen worden. Gegen weitere Windräder, von deren Planung Bürger aus der Presse erfuhren, machten sie aus ihrer Ablehnung gleichfalls keinen Hehl. Deshalb das vorläufige Veto.

Richtig gemacht, war die einhellige Meinung der Wiesbacher Ratsmitglieder in der Sitzung am Mittwoch. Das vorläufige Gemeindeveto zur Fristwahrung wurde jetzt durch einen einstimmigen Ratsbeschluss manifestiert. Ob allerdings die Gemeinde Wiesbach im Planfeststellungsverfahren damit durchkommt, bleibt abzuwarten. Die neuen Standortflächen sind Gegenstand des neuen Regionalen Raumordnungsplanes und auf dessen Grundlage stellt die Nachbarverbandsgemeinde ihre Planungsabsicht ab. Nicht von sich aus, sondern weil die Ortsgemeinde Martinshöhe einen entsprechenden Antrag gestellt hatte.

An den Kragen geht es jetzt auch den Autolenkern, die beispielsweise über den Wirtschaftsweg von Wiesbach nach Martinshöhe und umgekehrt brettern. "Die Polizei in Zweibrücken wird verstärkt kontrollieren, wenn wir das wollen. Kontrolliert werden aber nicht nur auswärtige Verkehrsteilnehmer. Jeder, der keine Berechtigung nachweisen kann, muss mit einer Anzeige rechnen", kündigte Ortsbürgermeister Mayer in der Sitzung. Auch der Rat war ganz dieser Meinung. Der Verkehr von unberechtigten Wegenutzern habe jüngst dramatisch zugenommen. Jetzt sei es unbedingt notwendig, dieser widerrechtlichen Wegenutzung Einhalt zu gebieten. Kontrollen könnten, stimmt der Rat einer Überprüfung zu, bei jeder Tag- und Nachtzeit vorgenommen werden. Selbst in Kenntnis dieser Tatsache, dass dieser Ratsbeschluss nicht überall auf Gegenliebe stößt, sprach sich der Rat für polizeiliche Kontrollen aus.