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Was für ein Theater!

Zweibrücken. Die Schauspielerin und Stückeschreiberin Silvia Bervingas ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. In Zweibrücken ist die Künstlerin inzwischen bestens bekannt. Gern erinnern sich Theatergänger an die Aufführung der offenen Zweierbeziehung von Dario Fo oder das Solo für Hanna im Kulturkeller in der Maxstraße, den Kästnerabend und anderes mehr Von Merkur-Mitarbeiter Peter Fromann

Zweibrücken. Die Schauspielerin und Stückeschreiberin Silvia Bervingas ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. In Zweibrücken ist die Künstlerin inzwischen bestens bekannt. Gern erinnern sich Theatergänger an die Aufführung der offenen Zweierbeziehung von Dario Fo oder das Solo für Hanna im Kulturkeller in der Maxstraße, den Kästnerabend und anderes mehr. "Wir suchen neue Wege, auf denen wir unsere Freunde und neue Zuschauer ins Theater locken können", sagt sie. Minidramen stehen am heutigen Freitag, 2. März, in einer gut zweistündigen Aufführung der Theaterwerkstatt für Senioren im Jugendzentrum in der Maxstraße 9 auf dem Programm. Minidramen sind kurze Stücke von ganz verschiedenen Autoren, anspruchsvolle oder rein unterhaltende, voller absurder Dialoge, makabrer Pointen. Obwohl die wenigsten Minidramen den Anspruch auf Aufführung erheben, hat sich die Seniorenwerkstatt Zweibrücken dieser Kunstform angenommen und möchte so ihr Publikum zu einer Reise durch die unterschiedlichsten Stationen menschlichen Miteinanders einladen.Die Seniorenschauspieler der Theaterwerkstatt sind mittlerweile zu einem gut eingespielten Ensemble zusammengewachsen. Die Mitglieder Günter Schneider, Katharina Baumbauer, Brigitte Großhäuser, Gundi Schulz und Inge Seebach sind mit Freude und Enthusiasmus bei der Sache, wovon sich die Zuschauer an vielen Theaterabenden schon einen Eindruck verschaffen konnten.

Günter Schneider zum Beispiel war im Berufsleben Betriebsleiter. "Ich wollte mal hinter die Dinge schauen, wie wird Theater gespielt", sagt er. Und er staunt, was man alles wissen und können muss, um ein paar Wörter auf der Bühne richtig hinzukriegen. "Das fängt mit der Atemtechnik an", sagt er. In Silvia Berlingas hätten sie eine ideale Lehrerin gefunden. Theaterspielen sei eine spannende Angelegenheit. Und man lernt am Ende auch sich selber besser kennen. "Man taucht in eine fremde Welt ein und vergisst ganz die Gegenwart", heißt es in der Runde. Und am Ende eines Theaterabends stellen viele Zuschauer erstaunt fest, dass es ihnen nicht anders gegangen ist.

Bleibt nur noch anzuraten, sich das Theaterspiel der Seniorenwerkstatt einmal selbst anzuschauen. Die Vorstellung heute beginnt um 20 Uhr.



Hintergrund

Die Theaterwerkstatt für Senioren in Zweibrücken lädt jeden Freitag für 15 Uhr ins Seniorenzentrum, Bleicherstraße 8a, ein. Interessierte sind jederzeit dazu eingeladen, sich einen Überblick über das Angebot für die Senioren zu verschaffen und mitzuspielen. Weitere Infos beim Seniorenbüro, Ulrich Kopf, Telefonnummer (0 63 32) 87 15 31. red