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Warnstreik in Zweibrücken ohne größere Auswirkungen

Zweibrücken. Der Warnstreik im öffentlichen Dienst gestern hat nur Eltern hart getroffen. Vier Kindertagesstätten blieben geschlossen, für die Eltern hieß das: Sie mussten selbst organisieren, wie und wer ihre Kinder betreut. Es sei nicht möglich, für einen Tag in eine andere Kita zu wechseln, sagt Jörg Klein vom Jugendamt Zweibrücken

Zweibrücken. Der Warnstreik im öffentlichen Dienst gestern hat nur Eltern hart getroffen. Vier Kindertagesstätten blieben geschlossen, für die Eltern hieß das: Sie mussten selbst organisieren, wie und wer ihre Kinder betreut. Es sei nicht möglich, für einen Tag in eine andere Kita zu wechseln, sagt Jörg Klein vom Jugendamt Zweibrücken. Hintergrund des Ausstands: Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent und mindestens 200 Euro mehr Lohn.Die Erzieherinnen der Kindertagesstätte "Arche Kunterbunt" haben gestern zwar nicht gestreikt, vier der fünf Erzieherinnen fehlten aber. Deshalb halfen zwei Erzieherinnen aus anderen Kitas aus, in denen gestreikt wurde. Man habe gestern nicht am Streik teilnehmen können, weil die Kita ihr lang geplantes Frühlingsfest gefeiert habe, sagt Leiterin Claudia Alibone. Auch der Kindergarten in der Canadastraße nahm nicht am Streik teil: "Wir haben am letzten Streik teilgenommen", sagt Leiterin Gabriele Nowak. "Wir hätten ja aus Solidarität geschlossen, aber nach Mainz zu fahren war uns zu viel." In Mainz demonstrierten gestern auf Aufruf der Gewerkschaft Verdi unter anderem auch 100 Angestellte aus Zweibrücken für mehr Lohn.

Alle Ämter der Stadt Zweibrücken waren gestern geöffnet. Das heiße aber nicht, dass man sich nicht am Streik beteilige, sagt Bauamtsleiter Gebhard Morscher. Einige Angestellte nähmen an der Demonstration in Mainz teil. Der Bauamtsbetrieb sei aber gewährleistet gewesen, wenn auch eingeschränkt. "Es kann mal sein, dass der Sachbearbeiter fehlt. Aber dann macht das der Stellvertreter", sagt Morscher.

Der Flughafen Zweibrücken blieb vom Streik ganz unberührt. Lediglich die Arbeiter an den sechs großen Flughäfen in Deutschland hätten gestreikt, sagt Flughafensprecher Franz-Rudolf Ubach. Zu diesen habe es gestern keine Verbindungen gegeben. Am Flughafen in Zweibrücken selbst habe kein Arbeiter gestreikt. Dementsprechend gab es auch keine Flugausfälle. chp