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Entscheidung des Kartellamtes
Waldbesitzer müssen künftig Holzvermarktung bezahlen

Südwestpfalz. (mfu) Das Kartellamt hat die Vermarktung des Holzes aus kommunalen Wäldern durch die Bundesländer über die Forstverwaltungen untersagt, wie es bisher gehandhabt wurde. Auch in Rheinland-Pfalz darf die Vermarktung des geschlagenen Holzes ab Beginn des nächsten Jahres nicht mehr durch eine zentrale Stelle des Landes erfolgen, sondern muss in eigener Regie der gemeindlichen Forstbetriebe erfolgen. Von Markus Fuhser

Die Forstämter sind aber weiterhin für die waldbesitzenden Gemeinden für das Erstellen der forstwirtschaftlichen Planungen und für die Betreuung des Gemeindewaldes durch die Revierförster zuständig.

Das Umwelt-Ministerium, der Gemeinde und Städtebund und der Waldbesitzerverband Rheinland-Pfalz haben ein Modell zur Neuausrichtung der Holzvermarktung entwickelt. In Rheinland-Pfalz sollen fünf regionale kommunale Holzvermarktungsgesellschaften als GmbH gegründet werden. Gesellschafter können neben kreisfreien und verbandsfreien Städten und Gemeinden sowie Forstzweckverbänden nur Verbandsgemeinden werden. Eine direkte Beteiligung der einzelnen Ortsgemeinden ist nicht vorgesehen.

  Es ist angestrebt, Gesellschaften mit einer jährlichen Holzvermarktungsmenge von 100 000 bis 200 000 Festmeter zu bilden. Falls ein Verbandsgemeinderat im Kreis entscheidet, der Gesellschaft beizutreten, würde die Verbandsgemeinde zur Vermarktungsorganisation Pfalz gehören.



Die Kosten der Holzvermarktung durch die Landesforsten wurde bisher durch den kommunalen Finanzausgleich gedeckt. Künftig müssen die Waldbesitzer die Holzvermarktung selbst bezahlen. Bei Anschluss an die geplante kommunale Holvermarktungsorganisation wird das Land für eine Anschubfinanzierung aus Mitteln des Landesfinanzausgleiches für maximal sieben Jahre sorgen (500 000 Euro), gezahlt werden sollen bei einer Vermarktung von jährlich mehr als 100 000 Festmeter rund 2,50 Euro je Festmeter.

Der Brennholzverkauf an die örtliche Bevölkerung verbleibt in der Hand der Gemeinde.