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Weniger Filialen, mehr online
VRB Saarpfalz legt zum Jahresende Geschäftsstellen zusammen

 Einfach mal ein paar Geldscheine am Bankautomaten abheben: in Kirrberg, Bierbach, in Webenheim und auch in Ommersheim geht das bei der VRB Saarpfalz ab 2020 nicht mehr.
Einfach mal ein paar Geldscheine am Bankautomaten abheben: in Kirrberg, Bierbach, in Webenheim und auch in Ommersheim geht das bei der VRB Saarpfalz ab 2020 nicht mehr. FOTO: picture alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand
Blieskastel. Betroffen sind Altheim, Lautzkirchen und Oberbexbach. Geschlossen werden auch vier Selbstbedienungsstandorte. Grund für alles sei das Kundenverhalten. Von red

Schrumpfkur bei der VR Bank Saarpfalz: Zum 31. Dezember legt sie drei der 15 Geschäftsstellen mit nahegelegenen Standorten zusammen. Wie das Kreditinstitut weiter mitteilt, sind die Geschäftsstellen in Altheim, Lautzkirchen (jeweils Zusammenlegung mit der Geschäftsstelle Blieskastel) und Oberbexbach (Zusammenlegung mit der Geschäftsstelle Bexbach) betroffen. Mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker in der jeweiligen SB-Zone bleibe die VRB Saarpfalz präsent. Die Bargeldversorgung sei weiter rund um die Uhr gewährleistet.

Ganz dicht gemacht werden zum Jahresende die Selbstbedienungs-Standorte Kirrberg, Bierbach, Webenheim und Ommersheim. Es zeige sich eine deutliche Verringerung der Nutzung von Geldausgabeautomaten, was auf die wachsende Akzeptanz von Zahlungen durch Kredit- und Bankkarten zurückzuführen sei. Betriebsbedingte Kündigungen wird es im Rahmen der Geschäftsstellenzusammenlegungen laut Vorstandsmitglied Christoph Palm nicht geben.

Den Hintergrund der Einschnitte erläutert die VR Bank so: Immer mehr Kunden nutzten die digitalen Kanäle und forderten entsprechende Angebote. Sie möchten Bankgeschäfte zeitlich flexibel und auch außerhalb gewohnter Geschäftsöffnungszeiten erledigen – etwa am Wochenende. Gleichzeitig wachse der Bedarf nach qualifizierter Beratung in entsprechenden Zentren. Die Frequentierung kleinerer Geschäftsstellen habe dadurch rapide abgenommen. „Die VR Bank Saarpfalz eG prüft kontinuierlich, wie sich das Nutzungsverhalten unserer Kunden entwickelt und wie sie sich diesem anpassen muss“, erklärt Palm. „Wir wollen und müssen unser Geschäftsstellennetz optimieren, um den Anforderungen eines sich ständig ändernden Marktes gerecht werden zu können. Vor diesem Hintergrund erfolgen regelmäßig Überprüfungen unseres gesamten Servicestellen-Netzes, um eine der sich verändernden Nachfrage angemessene Ausstattung unseres Geschäftsgebietes sicherstellen zu können“, so der Bank-Vorstand.



Mit den verbleibenden Geschäftsstellen im Saarpfalz-Kreis sei die VRB Saarpfalz eG weiterhin regional präsent. „Genossenschaftsbanken, die unserer Größe entsprechen, haben im Durchschnitt nur sieben bis neun Geschäftsstellen. Die VRB Saarpfalz eG bleibt mit einer überdurchschnittlichen Anzahl von zwölf Geschäftsstellen in der Region vertreten. Beratungs- und Servicequalität ist bei allen Veränderungen unsere oberste Priorität“, so Palm. Vorstandsmitglied Helmut Scharff ergänzt: „Dies sind Schritte, die nicht gerne gegangen werden. Es ist uns jedoch wichtig, unser Leistungs- und Serviceangebot regelmäßig zu aktualisieren und es stärker an den sich wandelnden Kundenwünschen auszurichten. Das heißt, wir bieten dort mehr Leistungen an, wo unsere Kunden sie abrufen möchten: auf allen digitalen Kanälen, in unserer Internetfiliale und den Banken-Apps, telefonisch mit unserem Kunden-Service-Center und vor Ort mit unseren Beratungszentren. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Wenig genutzte Filialen werden zusammengelegt. Mit dieser Zukunftsstrategie stellt sich die Bank langfristig sicher auf.“

Die VRB Saarpfalz betont, dass sie keine Direktbank sei und es auch nicht werden wolle. Persönliche Betreuung und genossenschaftliche Beratung stünden weiterhin im Mittelpunkt.