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Vom Hilfsangebot für Ältere zum Treffpunkt der Generationen

Kleinsteinhausen. Kleinsteinhausen ist auf dem Weg zur "familienfreundlichen Gemeinde". Dabei handelt es sich um ein Projekt des Landkreises Südwestpfalz. "Das Ganze steht auf zwei Säulen", erklärt Ortsbürgermeister Ludwig Doniat in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Alle 14 Tage gibt es seit 1

Kleinsteinhausen. Kleinsteinhausen ist auf dem Weg zur "familienfreundlichen Gemeinde". Dabei handelt es sich um ein Projekt des Landkreises Südwestpfalz. "Das Ganze steht auf zwei Säulen", erklärt Ortsbürgermeister Ludwig Doniat in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Alle 14 Tage gibt es seit 1. August in der Mehrzweckhalle ein Mittagessen, zu dem alle Einwohner eingeladen sind. "Die Gerichte kosten zwischen drei und fünf Euro - je nachdem, was gekocht wird", erklärt der Ortsbürgermeister, der auf die kleine Gruppe der ehrenamtlichen Helfer mächtig stolz ist. Das Team trifft sich montags, um zu klären, was gekocht werden soll. Dann können auch erste Vorbereitungen getroffen werden, wie beispielsweise die für den Einkauf nötigen. Weiter geht es schließlich an den jeweiligen Donnerstagen. Ab 9.30 Uhr wird in der Küche das Essen zubereitet. "Selbstverständlich gibt es auch eine Nachspeise", sagt Doniat. So konnten sich die Kleinsteinhauser schon auf Kassler mit Kartoffelbrei und Birne Helene als Dessert freuen. Die Palette der Gruppe sei sehr abwechslungsreich, versichert er. Unter anderem habe es Schnitzel, Rouladen und Apfelpfannkuchen gegeben."Zuerst war das Ganze für Senioren oder Alleinstehende im Dorf geplant", berichtet der Ortsbürgermeister. Für diese sollte ein Treff geschaffen werden, wo sie sich unterhalten können. Inzwischen würden bereits über 20 Menschen aus allen Altersschichten das Angebot nutzen. Das beste Beispiel sei ein Großvater, der mit seinem Enkel an der Hand zum Essen kommt. Der Ortsbürgermeister stellt klar, dass mit dem Essen keine Gewinne erwirtschaftet werden: "Es wird ehrenamtlich und zum Selbstkostenpreis gearbeitet." Ein weiteres Angebot für die Kleinsteinhauser ist der Einkaufsservice. So können die Einwohner Lebensmittel sowohl aus dem Zweibrücker Cap-Markt als auch aus Sonjas Lädchen in Großsteinhausen bestellen. Doch bei diesem überraschend gut gestarteten Angebot will es der Ortsbürgermeister nicht bewenden lassen. Ludwig Doniat plant darüber hinaus, eine Pflegehilfe im Ort einzurichten. nob