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Viele Fragen sind noch unbeantwortet

deponie Viele Fragen sind noch unbeantwortet Zu „Bürger-Wut über Ausbaupläne für Deponie“ (Merkur vom 5. Februar) In den zurückliegenden Wochen sind die Proteste der Mörsbacher Bürger in der Öffentlichkeit als „emotional geführte Panikmache“ abgetan worden.

Wer das auch nach der Informationsveranstaltung immer noch so sieht, hat die jüngste Entwicklung nicht erfasst. Besorgte Bürger aus allen politischen Lagern und allen Altersgruppen setzen sich sachlich und sehr tiefgreifend mit den Plänen um die Erweiterung und die Konditionierung gefährlicher Stoffe auseinander. Die ernsthaft und sachlich gestellten Fragen sind bis heute nicht beantwortet, zum Beispiel: Wie viele der jährlich abgelagerten rund 200 000 Tonnen Müll kommen tatsächlich aus der Region? Wie viel müssen zum Beispiel die Importeure aus Italien für den Müll bezahlen und wie viel die Zweibrücker? Wie wirksam sind die Kontrollsysteme? Gibt es jemals ein Ende der Müllablagerung in Mörsbach, wie dies bis vor wenigen Jahren suggeriert wurde? Wann stellen sich die Verantwortlichen endlich mit der von ihnen geforderten Sachlichkeit der Diskussion? Die Deponie betrifft längst nicht nur Mörsbach, sondern auch die umliegenden Siedlungen. Heike Scherer, Mörsbach