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Viel Sonne sorgt für frühe Obsternte

Mainz. Der sonnig-warme Frühling sorgt womöglich dafür, dass die Obsternte in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr früher beginnen kann als üblich. "Unter optimalen Bedingungen kann sich die Obsternte um ein bis eineinhalb Wochen verfrühen", sagte Gartenbauexperte Welmar Rietmann in einem dpa-Gespräch in Bad Kreuznach. Das warme Wetter sei gut für die Befruchtung der Bäume

Mainz. Der sonnig-warme Frühling sorgt womöglich dafür, dass die Obsternte in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr früher beginnen kann als üblich. "Unter optimalen Bedingungen kann sich die Obsternte um ein bis eineinhalb Wochen verfrühen", sagte Gartenbauexperte Welmar Rietmann in einem dpa-Gespräch in Bad Kreuznach. Das warme Wetter sei gut für die Befruchtung der Bäume. "Da fliegen die Bienen sicher und regelmäßig."Die große Trockenheit sei allerdings schädlich für eine gute Ernte von Äpfeln, Sauerkirschen, Pflaumen und Birnen, ebenso wie zu starker Regen, sagte der Referatsleiter bei der rheinland-pfälzischen Landwirtschaftskammer. "Bei Trockenheit schmeißen die Pflanzen einen Teil ihrer Fracht ab", erklärte Rietmann. Vereinzelte heiße Tage würden die Ernte aber nicht beeinflussen. "Die Pflanzen sind an solche Wetterkapriolen gewöhnt." Bei zuviel Regen drohten jedoch Pilzinfektionen. Das könne etwa bei Äpfeln Schorf bedeuten, einen bräunlich-trockenen Belag.

Die Erdbeerernte hingegen wird in diesem Jahr nicht früher beginnen. Die Erntereife sei wohl "vergleichbar mit dem letzten Jahr", sagte Rietmann. Erdbeeren werden nach seinen Worten in Rheinland-Pfalz hauptsächlich in der "Selbstpflücke" angebaut: Kunden können sie beim Landwirt gegen Bezahlung selbst pflücken. dpa



Hintergrund

Rheinland-Pfalz ist ein Obstland. Auf 473 Hektar werden Süßkirschen, auf 826 Hektar Sauerkirschen angebaut. Die Fläche von Birnen liegt laut Statistischem Landesamt bei 210 Hektar. Spitzenreiter sind die Äpfel, sie werden auf 1608 Hektar angepflanzt. Die Fläche der Erdbeerfelder in Rheinland-Pfalz ist 559 Hektar groß. dpa