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Verein der Amateurastronomen des Saarlandes
Astronomietag findet diesmal online statt

 Der Verein der Amateurastronomen des Saarlandes (VAS) wurde 1977 gegründet. Die Mitglieder betreiben ehrenamtlich die Sternwarte Peterberg.
Der Verein der Amateurastronomen des Saarlandes (VAS) wurde 1977 gegründet. Die Mitglieder betreiben ehrenamtlich die Sternwarte Peterberg. FOTO: Philippe Grand-Montagne
Braunshausen/Zweibrücken. Keine Veranstaltung auf dem Zweibrücker Kreuzberg. Verein der Amateurastronomen des Saarlandes bietet Ersatzprogramm via Internet-Stream an.

(red) Die Welt der Sterne ist den meisten von uns unbekannt. Vom Großen Wagen hat jeder schon einmal gehört, doch wo findet man ihn? Und kann ich eigentlich mein „Sternzeichen“ auch am Himmel finden? Welcher der vielen Sterne ist vielleicht ein Planet? Am Samstag, 28. März, wollten Sternwarten und Astronomievereine in ganz Deutschland am Astronomietag wieder dazu einladen, genau diese Fragen zu beantworten – und die Welt der Sterne mit den eigenen Augen zu erkunden. Zur Eindämmung des Coronavirus kann aber bekanntlich keine Veranstaltungen vor Ort stattfinden. Das betrifft auch den Naturwissenschaftlichen Verein (Nawi) Zweibrücken, der an diesem Tag ebenfalls die Bevölkerung zur Sternwarte auf den Kreuzberg einladen wollte.

Der Verein der Amateurastronomen des Saarlandes mit seiner Sternwarte auf dem 584 Meter hohen Peterberg bei Braunshausen hat sich dagegen entschlossen, ein öffentlich zugängliches Ersatzprogramm via Internet-Stream anzubieten. Somit haben alle die Möglichkeit, sich bequem über astronomische Themen von zuhause aus zu informieren. Die Mitglieder des Vereins werden die Sendung moderieren.

Das kostenlose Online-Programm beginnt am Samstag, 28. März, um 20 Uhr unter www.sternwarte-Peterberg.de – dabei werden folgende Programmpunkte angeboten: Eine Live-Mondbeobachtung durch ein Teleskop. Dies ist wetterabhängig und nur bei klarem Himmel möglich. Zusätzlich werden Aufnahmen und Videos aus aktuellen Projekten und dem umfangreichen Medienarchiv der Mitglieder gezeigt, die über eine Moderation erläutert werden. Informationen per Video zum Thema „Lichtverschmutzung“.



Auch ein Online-Vortrag „Raumsonden“ steht auf dem Programm. Raumsonden sind aus der Weltraumforschung nicht mehr wegzudenken. Sie sind unsere Augen, Ohren und in gewisser Weise auch Nase im Weltraum. Sie forschen für uns in Regionen, in die weder ein Mensch vorgedrungen ist, noch in absehbarer Zukunft vordringen wird. Sei es in der Nähe der Sonne, in der tödlichen Umgebung des Jupiters oder am Rande unseres Sonnensystems. Der technische Aufwand bei den Sonden ist so extrem wie die Umgebung, in der sie operieren. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Technologien, die Probleme und auch die Wege, wie die Ergebnisse aus den Messdaten zu uns kommen. Dazu gehört auch ein kurzer Abriss über die Geschichte der Sonden, sowie neue laufende Projekte. Auch hier besteht die Möglichkeit, per Chat Fragen an den Referenten zu richten.